VfB-Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (Foto: Imago, IMAGO / Sportfoto Rudel)

Fußball | Bundesliga

Stuttgarts Vorstandschef Hitzlsperger über Fan-Kritik: "War erstaunt"

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VfB Stuttgarts Vorstandschef Thomas Hitzlsperger hat erneut die Art und Weise seiner Kritik am Club-Präsidenten Claus Vogt als Fehler bezeichnet. Über die Heftigkeit der Reaktionen der Fans war der ehemalige Fußball-Nationalspieler dennoch überrascht.

"Ich war erstaunt, wie man einen Fehler so bestrafen kann, wie emotional die Leute in Summe reagieren und was das mit mir macht", sagte der 38-Jährige am Freitag "Sky Sport News". Er habe sich früher sehr viel auf Social Media getummelt. Meistens seien die Reaktionen wohlwollend gewesen.

"Dann muss man auch Kritik aushalten"

"Und plötzlich dreht sich das in einer Art und Weise, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte", meinte er. "Aber ich habe es gesagt. Ich bin selbst in der Öffentlichkeit. Das war mein Wunsch, das zu tun, dieses Amt auch anzunehmen. Dann muss man auch Kritik aushalten."

Hitzlsperger hatte zunächst angekündigt, als Kandidat für die Präsidentenwahl des Bundesligisten gegen den in den VfB-Gremien nicht unumstrittenen Amtsinhaber Vogt anzutreten. Dies hatte unter den Stuttgarter Fans für Aufregung gesorgt. Am Sonntag zog Hitzlsperger seine Bewerbung zurück und entschuldigte sich für die Art seiner Attacke gegen den 51-Jährigen.

Hitzlsperger glaubt, dass sich Situation beruhigt

Er sei zuversichtlich, dass sich die Situation beruhigen werde. "Ich kann das verstärken, indem ich richtige Entscheidungen treffe, indem ich auch die nötige Distanz dazu habe, aber auch immer noch zuhöre, weil mir ist es wichtig, genau zu wissen, was die Leute empfinden und was sie denken, die es mit dem VfB gut meinen", sagte er dem Sender.

Es sei hart gewesen. "Es ist nun mal so, dass viele sagen, das habe ich selbst zu verantworten. Ja, ich akzeptiere das." Er versuche, wieder richtige Entscheidungen zu treffen für den Club.

Esecon und der pikante Abschlussbericht

Der VfB erlebt wegen der Datenaffäre seit Wochen eine Schlammschlacht und steht vor einer Zerreißprobe. Der Abschlussbericht der Kanzlei Esecon zur Datenaffäre des VfB hat am Freitag Verstrickungen und Vertuschungen beim Bundesligisten offenbart.

Präsident Vogt aktiviert Staatsanwaltschaft

Präsident Claus Vogt hatte erst am Donnerstagabend die Stuttgarter Staatsanwaltschaft eingeschaltet, da "der Verdacht eines Geheimnisverrats (...) im Raume steht". Es gebe "das Ziel und die Absicht", ihn zu beschädigen. Details nannte Vogt nicht.

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