VfB Stuttgart (Foto: IMAGO, IMAGO / Sportfoto Rudel)

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Sieben Spiele sieglos - historischer Fehlstart für den VfB Stuttgart

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Das 1:3 gegen Eintracht Frankfurt besiegelt einen historischen Fehlstart für den VfB Stuttgart. Sieben sieglose Spiele zum Saisonstart gab es für den VfB noch nie.

"Drei Gegentore nach Standards sind viel zu viel", haderte Sportdirektor Sven Mislintat nach dem "Momentum-Spiel" und gab zu: "Das zweite Tor hat uns ein bisschen den Stecker gezogen." In der vergangenen Woche hatten die Schwaben mit einem 2:2 beim FC Bayern noch einen Achtungserfolg erzielt. Nun aber brachte Frankfurt-Kapitän Sebastian Rode die Eintracht vor 47.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena bereits in der 6. Minute in Führung. Dem starken Kamada gelang das 2:0 (55.), Tiago Tomas (79.) erzielte den Anschlusstreffer für Stuttgart. Dann machte Kristijan Jakic (88.) alles klar für die Gäste.

"Wir sind sehr sehr enttäuscht", gab VfB-Profi Borna Sosa nach der Partie unumwunden zu. "Drei Gegentore durch Standards sind einfach zu viel."

Trotz des frühen 0:1 durch Rode versuchte der VfB, der unter der Woche mit der Verpflichtung der Weltmeister Sami Khedira und Philipp Lahm als Berater für Aufsehen gesorgt hatte, bald die Initiative zu übernehmen. Chris Führich, Torschütze von München, scheiterte mit der ersten Großchance an Trapp (14.). Ansonsten wurden die Schwaben aber nicht so richtig gefährlich. "Wir waren nicht schlecht, aber auch nicht so richtig fokussiert", bilanzierte Sosa. Den Aktionen fehlten Präzision und Ideen. Frankfurt konnte sich immer wieder formieren. Nach vorne lauerten die Hessen in einer zerfahrenen Partie auf Konterchancen. Der letzte Pass kam aber auch hier nicht an. Nach dem Wechsel erhöhte der VfB den Druck. Trapp reagierte aber erneut glänzend, diesmal gegen Silas (49.).

"Es hat einfach die Genauigkeit in den Pässen gefehlt, die zweiten Bälle waren nicht bei uns", suchte Waldemar Anton am SWR-Mikrofon nach Erklärungen. In der zweiten Halbzeit sei man zwar besser aus der Kabine gekommen, doch "in unsere beste Phase bekommen wir das 2:0. Das ist unglücklich", so Anton. Eine Einschätzung, die auch VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo teilt: "Das 2:0 hat uns ein Stückweit auch den Stecker gezogen. Das hat weh getan", so der Chefcoach.

Tatsächlich: die Gäste zeigten sich effektiver. Kamada hatte bei seinem abgefälschten Freistoß zum 2:0 allerdings Glück. Torwart Florian Müller sah dabei einigermaßen unglücklich aus. Vorausgegangen war eine brutale Attacke von Konstantinos Mavropanos an Ansgar Knauff. Es hätte Rot für den VfB-Verteidiger geben können. Stuttgart warf nun alles vorne, Mavropanos verfehlte nur um Zentimeter das Tor (65.). Die Eintracht wackelte kurz, konnte sich danach aber wieder halbwegs befreien. Tiago Tomas (79.) konnte zwar noch auf 1:2 verkürzen, ehe Kristijan Jakic (88.) mit dem 3:1 für Frankfurt den Schlusspunkt setzte. Für den VfB Stuttgart aber kommt die anstehende Länderspielpause gerade richtig, denn nach sieben Spielen ohne einen einzigen Sieg besteht dringender Gesprächsbedarf.

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