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Vorne glänzt Sasa Kalajdzic, hinten Gregor Kobel. Der Stürmer und der Torhüter zählen zu den prägenden Figuren einer starken Mannschaft des VfB Stuttgart. Doch die sorgenfreie Saison hatte nicht nur Gewinner.

Schlussakt einer starken Saison: Mit einem 0:2 gegen Arminia Bielefeld endete für den VfB Stuttgart am Samstagmittag die erste Spielzeit nach dem Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga.Doch die Niederlage kann den guten Gesamteindruck nicht trüben. Die Schwaben waren früh frei von Abstiegssorgen, hatten stattdessen sogar noch am letzten Spieltag die Chance auf eine Europapokalteilnahme. Trainer und Talente begeisterten, nur wenige Routiniers enttäuschten. Die Gewinner und Verlierer der Saison.

Die Gewinner

Pellegrino Matarazzo: Der Aufstiegscoach stand zu keinem Zeitpunkt der Saison zur Diskussion - und schon das ist angesichts der jüngeren Trainerhistorie des VfB eine beachtliche Leistung. Auf dem Platz lässt er mutigen Offensivfußball spielen, daneben wirkt er bescheiden und bedacht. Sportchef Sven Mislintat ist "der festen Überzeugung, dass Rino ein absoluter Top-Trainer ist und dass er irgendwann ein Champions-League-Team trainieren wird". Erstmal soll er aber den Aufschwung des VfB fortsetzen. Er selbst sehe in seiner Entwicklung "noch Luft nach oben" und sei "ein Stück weit Perfektionist - in jeder Hinsicht", sagt Matarazzo, dessen Vertrag noch bis 2024 läuft.

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Sasa Kalajdzic: Der Österreicher hat eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Davon, dass er die vergangene Saison wegen einer schweren Knieverletzung nahezu komplett verpasst hat, war dem Nationalstürmer im Laufe dieser Spielzeit nichts anzumerken. 16 Tore erzielte der Zwei-Meter-Mann an den ersten 33 Spieltagen, mehr schaffte für den VfB in einer Saison zuletzt sein Landsmann Martin Harnik (17) vor neun Jahren. Doch nicht nur mit Toren, auch mit seinem erfrischenden Auftreten auf und neben dem Platz hat Kalajdzic die Herzen der Fans erobert. Ein möglicher Abgang im Sommer würde den Club hart treffen.

Wataru Endo: Der Japaner ist längst zur unverzichtbaren Größe im zentralen Mittelfeld geworden. Er überzeugt durch Ballsicherheit, Zweikampfstärke und gutes Spielverständnis. Sportdirektor Mislintat bezeichnet den 28-Jährigen anerkennend als "Boss". Beim Saisonfinale gegen Bielefeld wird Endo wegen einer Gelbsperre allerdings fehlen.

Gregor Kobel: Lautstark und emotional dirigiert der Torhüter seine Vorderleute. Mit vielen guten Leistungen und spektakulären Paraden hat sich Kobel in den Fokus und den vorläufigen EM-Kader der Schweizer Nationalmannschaft gespielt. Borussia Dortmund soll an einer Verpflichtung des 23-Jährigen interessiert sein. Seine Rückenprobleme hat er mittlerweile wieder auskuriert.

Silas Wamangituka: Bis zu seinem im Auswärtsspiel beim FC Bayern im März erlittenen Kreuzbandriss spielte der Kongolese eine überragende Saison, verzauberte die Liga mit elf Toren und fünf Vorlagen in 25 Partien. Seine Aktionen wirken geradliniger und durchdachter als vergangene Saison, seine Tempo-Dribblings sind kaum zu verteidigen. Durch seine Verletzung dürfte ein Sommertransfer vom Tisch sein.

Die Verlierer

Holger Badstuber: Der frühere Nationalspieler wurde aussortiert und in die 2. Mannschaft degradiert, bevor die Saison überhaupt richtig losging. Zwar nahm er seine Rolle an und kam in der Regionalliga Südwest seitdem bislang auf 26 Einsätze. Im Sommer, wenn sein Vertrag endet, wird der 32-Jährige den VfB aber verlassen. Wohin es das einstige Abwehr-Ass des FC Bayern zieht, ist noch offen.

Pascal Stenzel: Glücksmomente wie jenen am vergangenen Samstag in Gladbach, wo er mit einem Schuss den VfB-Siegtreffer erzwang, gab es für den Außenverteidiger in dieser Saison selten. Die letztjährige Stamm- ist zur Teilzeitkraft geworden. Nur 13 Mal zählte Stenzel zur Startelf. Konstantinos Mavropanos, Silas Wamangituka und Roberto Massimo standen oder stehen auf der rechten Seite allesamt vor ihm.

Die Dauerverletzten

Flügelspieler Erik Thommy kam infolge eines Ellenbogenbruchs diese Saison erst zu acht Liga-Einsätzen, Stürmer Hamadi Al Ghaddioui aufgrund einer Schambeinentzündung und eines Syndesmosebandanrisses sogar nur zu fünf. Noch schlimmer traf es die Youngster Lilian Egloff und Clinton Mola. Egloff spielte wegen eines Knochenödems nur zweimal, Mola aufgrund einer Hüftverletzung gar nicht.

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