Gonzalez verschießt Elfemter gegen Freiburg (Foto: imago images, imago images/Sportfoto Rudel)

Fußball | Bundesliga

Müller hält Elfmeter von Gonzalez: Freiburg gewinnt gegen den VfB

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Trotz eines frühen Rückstands hat der SC Freiburg mit 2:1 gegen den VfB Stuttgart gewonnen. Silas brachte die Stuttgarter in der 7. Minute in Führung, doch Demirovic und Jeong drehten die Partie zugunsten der Breisgauer.

Die Erleichterung war Christian Streich anzusehen. Fest drückte der Trainer des SC Freiburg nach dem am Ende erzitterten 2:1 (2:1) im Baden-Württemberg-Duell mit dem VfB Stuttgart seine Nebenleute an der Trainerbank und seine Spieler. Zwei Pfostentreffer der Stuttgarter hatten den Gastgebern am Samstag in den Schlussminuten den Erfolg gerettet. Für die Gäste verschoss Nicolas Gonzalez kurz vor der Pause zudem einen Elfmeter (45.+1).

Streich: "So viel Glück wie in der zweiten Halbzeit hatten wir in dieser Saison noch nicht"

"In der zweiten Halbzeit hat Stuttgart sehr, sehr gut gespielt. Der VfB Stuttgart hätte natürlich nach den 90 Minuten ein Unentschieden verdient gehabt", räumte Streich ein: "So viel Glück wie in der zweiten Halbzeit hatten wir in dieser Saison noch nicht." Zufrieden und stolz kann der Coach der Breisgauer nun aber auf die vergangenen Wochen blicken. Nur eins der vergangenen zehn Spiele in der Fußball-Bundesliga haben die Badener verloren - nur beim FC Bayern in München unterlagen sie (1:2). "Ich glaube, wir können klar mithalten und jedes Spiel gewinnen. Was kommt, werden wir sehen. Der Blick auf die Tabelle ist schön im Moment", sagte Ermedin Demirovic, dessen aufsteigende Formkurve stellvertretend für den Aufschwung der Freiburger nach einem problematischen Saisonstart steht. Gegen den VfB gefiel er als Torschütze und Vorbereiter.

Silas erzielt nach Gelbsperre frühen Führungstreffer

Die Gäste waren durch Silas Wamangituka (7. Minute) früh in Führung gegangen. Der 21-Jährige tankte sich auf der linken Seite gegen Freiburgs Rechtsverteidiger Jonathan Schmid durch, passte zu Daniel Didavi, dessen Schuss SC-Torwart Florian Müller noch parierte. Den Abpraller allerdings schob Wamangituka ein. Nach einem Videobeweis, mit dem eine mögliche Abseitsstellung überprüft wurde, jubelte der VfB. In der unterhaltsamen ersten Hälfte drehten dann Angreifer Demirovic (14.) und Mittelfeldspieler Woo-yeong Jeong (37.) mit ihren Treffern gegen die defensiv anfälligen Stuttgarter die Partie. Beim zweiten Freiburger Tor verlängerte Demirovic per Hacke. VfB-Verteidiger Pascal Stenzel, früherer Freiburger, ließ den Ball durch. VfB-Coach Pellegrino Matarazzo gab zu, dass die Gegentore vermeidbar waren.

VfB hat vier der letzten sechs Partien verloren

In der zweiten Halbzeit war der schwäbische Aufsteiger klar überlegen, blieb in seinen Bemühungen aber erfolglos - und hatte Pech: Der eingewechselte Erik Thommy und Gonzalez scheiterten in den Schlussminuten am Pfosten. Der starke Freiburger Keeper Florian Müller parierte zudem nicht nur den von Gonzalez leichtfertig vergebenen Elfmeter (45.+1). "Ich bin direkt nach dem Spiel ziemlich angepisst", sagte VfB-Torhüter Gregor Kobel. Und weiter: "Ich glaube, es wäre ein Spiel gewesen, das man gewinnen kann." Für die Schwaben setzte sich mit der zweiten Auswärtsniederlage binnen drei Tagen der Abwärtstrend fort, vier der vergangenen sechs Partien in der Fußball-Bundesliga hat der Aufsteiger nun verloren.

Matarazzo: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Ergebnisse wieder stimmen werden"

In der Tabelle sind die Freiburger mit 27 Punkten Neunter, mit fünf Zählern weniger bleiben die Schwaben vorerst Zehnter. "Ich glaube, wir haben eine gute zweite Halbzeit gespielt, die sehr dominant war. Ich glaube, es war schon ein bisschen unglücklich", sagte Matarazzo: "Die Leistung stimmt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Ergebnisse wieder stimmen werden."

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