Timo Baumgartl (Foto: IMAGO, IMAGO / Contrast)

Fußball | Bundesliga

Ex-Stuttgarter Baumgartl feiert Comeback nach Krebserkrankung

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Union Berlin grüßt in der Bundesliga weiter von der Spitze, doch das war fast nur Nebensache: Der Ex-Stuttgarter Timo Baumgartl feierte beim 2:0 gegen den VfL Wolfsburg sein emotionales Comeback nach Krebserkrankung.

Timo Baumgartl bedankte sich mit schüchternem Klatschen für die Ovationen der Fans An der alten Försterei. Rund vier Monate nach der Schockdiagnose Hodenkrebs war der Verteidiger in die Startelf von Union zurückgekehrt - und hatte bis zu seiner emotionalen Auswechslung nach einer guten Stunde seinen Anteil daran, dass die Eisernen durch das 2:0 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg die Tabellenführung erfolgreich verteidigten.

"Das ist genau das, was ich mir in der Chemo erträumt habe", sagte Baumgartl. "Ich habe das auch ein bisschen für alle auf der Onkologie-Station gemacht." Als er von seinem Einsatz erfahren habe, sei das "sehr emotional" gewesen, sagte der 26-Jährige sichtlich angefasst: "Das ist alles schwer in Worte zu fassen." Jordan Siebatcheu (54.) und Sheraldo Becker (77.) schossen Union vor 22.012 Zuschauern zum Sieg - und die Fans sangen unaufhörlich: "Spitzenreiter, Spitzenreiter!" Der Hauptstadtklub blieb nämlich auch saisonübergreifend im 14. Ligaspiel in Folge ungeschlagen und liegt als Spitzenreiter stolze fünf Punkte vor dem kriselnden Serienmeister Bayern München.

Als Baumgartl nach etwas mehr als einer Stunde und einer soliden Leistung Feierabend hatte, erhielt er Standing Ovations. Auf dem Platz rannte der VfL verzweifelt an. Union konterte gefährlich. Becker nutzte einen dieser Gegenstöße zu seinem bereits sechsten Saisontor - und zur Entscheidung.

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