Sebastian Hoeneß ist neuer Trainer des VfB Stuttgart.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Thomas Frey)

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Nach Labbadia-Entlassung beim VfB: Steckt in Hoeneß ein Retter?

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Daniel Günther

Nach langem Hin und Her hat sich der VfB Stuttgart von Bruno Labbadia getrennt. Die Art und Weise, wie die Entscheidung zustande kam, hat der 57-Jährige nicht verdient, findet SWR Sportreporter Daniel Günther und fragt sich, ob Labbadias Nachfolger Sebastian Hoeneß wohl Retter-Qualitäten besitzt.

Immerhin: Beim VfB hat man sich endlich entschieden! Lange, fast schon zu lange, hat es gedauert und auch wenn Bruno Labbadia nicht der erhoffte Retter war, so ein quälendes Hinhalten hatte er nicht verdient. Ob man sich mit der Verpflichtung von Sebastian Hoeneß als neuen VfB-Trainer nun richtig entschieden hat, weiß natürlich noch keiner. Einen prägenden Namen im Abstiegskampf konnte sich der 40-Jährige auf jeden Fall noch nicht machen.

Hoeneß soll den VfB vor dem Abstieg bewahren

Für ihn gilt aber das gleiche wie für den glücklosen Bruno Labbadia: Er muss mit einem Kader leben, der für den Abstiegskampf nicht geschaffen ist. Die Vision vom ehemaligen Sportdirektor Sven Mislintat, mit jungen Talenten die Liga im Sturm zu erobern und sie dann gewinnbringend weiter zu verkaufen, ist krachend gescheitert. Aber Liga-Konkurrent und Mitabstiegskandidat Hoffenheim hat es vorgemacht: Zwei Siege hintereinander und alles sieht schon wieder besser aus. Dazu ist der VfB natürlich in der Lage.

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Fußball | Meinung Wieder ein Hoeneß in Stuttgart: So tickt der neue VfB-Trainer

Der VfB Stuttgart hat Sebastian Hoeneß als neuen Cheftrainer für Bruno Labbadia verpflichtet. Eine interessante Personalie, die funktionieren könnte, glaubt SWR-Sportreporter Kersten Eichhorn.

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Nach Hoffenheim: Stuttgart ist Hoeneß' zweite Bundesliga-Station

Für Sebastian Hoeneß ist es der zweite Anlauf in der Bundesliga. Nach der vergangenen Saison wurde er in Hoffenheim entlassen. Und sollte er jetzt mit dem VfB absteigen, ginge er schon beschädigt in die neue Spielzeit. Das Pokalspiel am Mittwoch in Nürnberg (18 Uhr) ist wichtig. Das Ligaspiel in Bochum am Sonntag gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf ist noch wichtiger.

Mit Vater Dieter Hoeneß als Manager wurde der VfB Stuttgart 1992 Deutscher Meister. Sich einzugestehen, dass man längst nicht mehr zur fußballerischen Elite in Deutschland gehört, fällt vielen beim VfB immer noch schwer. Aber es wäre ein Zeichen von Demut, sich nicht an Bayern oder Dortmund zu orientieren, sondern an Vereinen wie Freiburg oder Union Berlin. Damit könnte man ja nach der Saison beginnen, dann weiß man auch, ob in Sebastian Hoeneß nicht doch ein Retter steckt.

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