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Es war sein Tag: Beim 3:0 (2:0) des VfB Stuttgart gegen Erzgebirge Aue war Daniel Didavi für die Schwaben mit zwei Treffern der Matchwinner. Klar ist: Bleibt der Kreativspieler fit, dann kann er im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga ein entscheidender Faktor werden.

Daniel Didavi wollte nach dem 3:0 seines VfB Stuttgart gegen Erzgebirge Aue nicht im Mittelpunkt stehen. Obwohl er allen Grund dazu gehabt hätte. Mit zwei Treffern hatte der stellvertretende Kapitän nämlich massiven Anteil daran, dass der Zweitligist mit guter Laune und Zuversicht in die beiden freien Tage am Sonntag und Montag gehen konnte und das Ziel Rückkehr in die Bundesliga weiter fest im Blick hat.

"Müssen noch zielstrebiger werden"

"Es ist eigentlich unwichtig, ob ein Tor, zwei Tore oder gar kein Tor. Hauptsache, wir gewinnen. Trotzdem denke ich, dass ich ganz gut gespielt habe", sagte der 29-Jährige im Gespräch mit SWR Sport. Restlos zufrieden war die Offensivkraft nach dem fünften Heimsieg in Serie nicht. "Uns fehlt ein bisschen die Zielstrebigkeit, dass wir das 3:0, 4:0 machen. Daran müssen wir arbeiten, dass wir schneller spielen, dass wir zielstrebiger sind. Dann sind wir auf einem guten Weg", sagte er.

Dreikampf um den Aufstieg

Der Dreikampf um den Aufstieg in der 2. Liga - der VfB ist mit 38 Punkten Dritter hinter Bielefeld (41) und Hamburg (40) - erlaube auch gar kein Nachlassen, so Didavi weiter: "Die Situation ist uns bewusst, die Anderen sind gut, die punkten auch."

Dass Didavi nach seiner erneuten Verletzungspause über weite Teile der Hinrunde - wegen eines Muskelbündelrisses hatte er knapp acht Wochen gefehlt - nun immer besser in Form kommt, ist für den VfB in dieser Konstellation von enormem Wert. Technisch einer der besten Spieler der Liga, übernimmt er zudem ähnlich wie Ex-Nationalspieler Mario Gomez die Rolle des Mentors für die vielen jungen Spieler im Kader und geht mit Einsatz voran. Weil Kapitän Marc Oliver Kempf nach seinem Kieferbruch fehlte, führte er das Team auch mit der Binde an.

Didavi stellt sich in den Dienst der Mannschaft

"Ich versuche der Mannschaft einfach zu helfen und betreibe viel Aufwand gerade beim Anlaufen", sagte er. Vor dem Schlusspfiff ausgewechselt zu werden, sei überhaupt kein Problem. "Ich bin nicht mehr so eitel. Ob ich von der Bank komme, oder 50 oder 60 Minuten spiele, das ist egal", so der Nürtinger: "Hauptsache wir steigen auf. Es ist nicht so, dass ich mich über die Mannschaft stelle. Auf keinen Fall."

Zunächst stand Didavi gegen Aue im Anschluss an einen Eckball genau richtig und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (34. Minute), dann vollendete er eine Flanke des kurz zuvor eingewechselten Philipp Förster per Seitfallzieher zum 2:0 (42.). Zwei Tore in einem Spiel waren Didavi in der 2. Liga noch nie gelungen, in der Bundesliga dagegen schaffte er das schon siebenmal.

Lob von Sportdirektor Sven Mislintat

"Wir sind froh, dass er zwei gemacht hat. Uns reicht aber auch jede Woche eins. Oder er bereitet eins vor. Das ist nicht wichtig", sagte Sportdirektor Sven Mislintat. Ihm hatte vor allem der dritte Treffer durch Gomez gefallen, der in der 90. Minute eine tolle Kombination abschloss und sein drittes Tor im dritten Liga-Spiel des Jahres 2020 erzielte.

"Diese Mannschaft hat einen sensationellen Spirit und einen guten Teamgeist. Das ist ganz, ganz wichtig", sagte Mislintat: "Natürlich kann Hamadi den auch selber machen." Aber Hamadi Al Ghaddioui entschied sich dafür, den Ball noch mal quer zu legen - Gomez hatte leichtes Spiel. Und der mittlerweile ausgewechselte Didavi jubelte draußen, als hätte er auch noch das dritte Tor selbst erzielt.

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