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Für den neuen Präsidenten des VfB Stuttgart gehört der Verein in die erste Liga. Im Gespräch mit SWR Sport spricht er außerdem über den Umgang mit den Fans und die mögliche Entlassung von Trainer Tim Walter.

SWR Sport: Falls Tim Walter entlassen werden würde, wäre das in Ihrem Sinne? Sie haben ja auch Konstanz eingefordert.

Claus Vogt: Natürlich wollen wir Konstanz und Vertrauen haben, aber uns muss allen auch klar sein, es geht um Fußball. Fußball ist Ergebnissport. Fußball ist Leistungssport. Und wenn die Ergebnisse und die Leistungen nicht stimmen, dann ist es normal, dass in so einem Verein wie dem VfB Stuttgart so etwas diskutiert wird.

Sie wollen nah ran an die Fans. Wie soll das aussehen?

Ich wünsche mir natürlich, dass der VfB wieder ein Verein wird zum Anfassen. Dass er für Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit, Offenheit steht. Dass alle VfB-Fans, alle Fan-Gruppen, egal wo im Stadion, ob in der Kurve, der Gegengerade, Untertürkheimer- oder Haupttribüne, ob es die Business-Partner sind, alle gleich viel wert sind und gleich wichtig sind für den VfB Stuttgart. Das höchste Gut eines Vereins sind die Menschen im Verein, die Mitglieder und die Fans im Stadion. Denen müssen wir einfach auf Augenhöhe begegnen und die ernst nehmen. Zur Kommunikation und zur Diskussion einladen und für sie da sein.

Kann sich der VfB das leisten, noch ein Jahr in der zweiten Fußball Bundesliga zu spielen? Oder sagen Sie: "Wir müssen Aufsteigen im Sommer ohne Wenn und Aber!"

Finanziell weiß ich es gar nicht, ob wir es uns leisten können. Aber sportlich müssen wir hoch! Der VfB Stuttgart gehört in die erste Liga! Für mich - auch als Präsident - ist es das Wichtigste jeden Tag zu überlegen, welchen Beitrag kann ich leisten damit die Wahrscheinlichkeit des Aufstieges erhöht wird.

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