IMAGO  Michael Weber (Foto: IMAGO, Bruno Labbadia im Spiel gegen Mainz.)

Fußball | Bundesliga

VfB hadert nach Mainz-Remis: "Müssen uns belohnen"

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Der VfB Stuttgart hadert nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Mainz 05. Die Schwaben zeigten eine couragierte Leistung, konnten sich aber am Ende nicht belohnen.

Samstag, 17:26 in der Stuttgarter Arena. Bruna Labbadia erhebt sich von seiner Trainerbank, klatscht sich mit seinem Co-Trainern und Betreuern ab und läuft auf den Platz zu seiner Mannschaft. Keine große Erleichterung, keine emotionale Befreiung, wie beim Torjubel zum zwischenzeitlichen 1:0 - aber auch kein Frust, keine Enttäuschung. Offensichtlich eine typische Reaktion nach einem Unentschieden, aber der VfB hadert.

Stuttgart

Fußball | Bundesliga VfB belohnt sich gegen Mainz nicht bei Labbadia-Comeback

Am 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat der VfB Stuttgart unentschieden gegen Mainz 05 gespielt. Beim Comeback von Trainer Bruno Labbadia präsentierte sich der VfB gut, steht aber weiter auf dem Relegationsplatz.

Labbadia analysiert sachlich

"Man muss es akzeptieren", analysiert der Chef-Trainer das 1:1-Unentschieden gegen Mainz 05 bei seiner Rückkehr an den Neckar und legt nach: "Was für mich überwiegt heute, dass ich eine Mannschaft gesehen habe, die unbedingt diesen Sieg haben wollte. Und da müssen wir weitermachen." Tatsächlich zeigten die Schwaben gerade im zweiten Durchgang eine sehr ansprechende Leistung und konnten sich einige hochkarätige Chancen herausspielen.

Waldemar Anton bemängelt Chancenauswertung

Verteidiger Waldemar Anton fand deutlich kritischere Worte für die Leistung der Roten: "Wir hätten heute ganz klar einen Sieg verdient gehabt. Wir haben einfach das Tor nicht getroffen.
Wenn man so viele Chancen hat, will man gewinnen, muss man gewinnen." Chancen zum Siegtreffer hatten die Schwaben allemal. Tiago Tomas verpasste kurz nach Wiederanpfiff nur knapp (48.). Serhou Guirassy traf zunächst in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig (55.) und scheiterte wenig später an der Latte (60.). Und auch Josha Vagnoman gelang es kurz vor Schluss nicht, den Ball aus wenigen Metern über die Mainzer Torlinie zu befördern. Auch Mainz-Trainer Bo Svensson sah den VfB in Hälfte überlegen: "Stuttgart war klar besser und wir hatten Glück das wir nicht verloren haben", so der Gäste-Trainer nach der Partie.

Florian Müller sieht richtige Basis für die Zukunft

VfB-Torhüter Florian Mülller plichtete seinem Mannschaftskollegen Anton in Sachen Chancenverwertung bei: "Für die Chancen, die wir uns rausgespielt haben, müssen wir uns belohnen. Wir wollten gewinnen." An der Einstellung habe es nicht gelegen. "Man hat gesehen, dass wir wollen, dass wir gefightet haben. Das ist die Basis, die wir brauchen", so Müller weiter. Das sah auch Labbadia so: "Was für mich überwiegt heute, dass ich eine Mannschaft gesehen habe, die unbedingt diesen Sieg haben wollte. Und da müssen wir weitermachen."

Kritische Fan-Stimmen nach dem Spiel

Weniger zufrieden zeigten sich die VfB-Fans rund um die Stuttgarter Arena nach der Partie: "Es fehlt mir einfach der letzte Wille. Die Bereitschaft von unserem Team: dieses Spiel wollen wir gewinnen", analysierte Andrea Künstle, die seit über 40 Jahren zum VfB kommt.

Labbadia will die Lust am Gewinnen mitnehmen

Unter der Woche hatte VfB-Trainer Labbadia den Abstiegskampf in der Bundesliga bereits als "Marathon" beschrieben. Die selbstkritische Analyse macht ihm Mut: "Ich fand's gut, dass die Mannschaft nicht zufrieden war, weil sie selber gemerkt hat, wir waren am Drücker. Und genau das soll sie aber mitnehmen. Sie sollen die Lust am Gewinnen mitnehmen und genau so weiter arbeiten." Sollte der VfB seinen Marathon erfolgreich abschließen können, wird es sicherlich noch viele emotionale Jubelszenen von Labbadia zu sehen geben.

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SWR

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