Jürgen Sundermann und Hansi Müller (Foto: IMAGO, imago sportfotodienst via www.imago-images.de; )

Weggefährten über Jürgen Sundermann

"Er war der herzlichste Mensch der Welt und Fußball war sein Ding"

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AUTOR/IN
Martin Thiel

Jürgen Sundermann prägte Generationen von Fußballern, bis ins hohe Alter gab er sein Wissen weiter. Alle seine Schützlinge und Wegbegleiter schwärmen von seiner Menschlichkeit.

"Fußball war sein Ding, er hat den Fußball unheimlich geliebt". Egal wen man fragt, diese Aussage über Jürgen Sundermann können alle seine Schützlinge und Wegbegleiter unterschreiben. Ob Hansi Müller, Karl-Heinz Förster oder Ottmar Hitzfeld: Die VfB Helden der 70er-Jahre, sie alle kommen ins Schwärmen, wenn sie an ihren verstorbenen Trainer denken.

"Er war der beste Trainer, den ich je hatte, die VfB-Familie verliert einen positiv Fußballverrückten. Fußball war für den Jürgen alles. Mit Jürgen geht ein riesen großes Stück VfB verloren"

Hansi Müller schwärmt wie alle anderen seiner Schützlinge auch von der Menschlichkeit, die Jürgen Sundermann auszeichnete. "Wenn du Probleme mit deiner Freundin hattest und hast nicht mal mehr eine Hauswand getroffen, dann kam Jürgen zu Dir nachhause und hat Dich wieder aufgebaut", erinnert sich Hansi Müller. Und Ottmar Hitzfeld schwärmt heute noch von der Motivationsfähigkeit seines Mitspielers und späteren Trainers.

"Wenn er uns vor dem Spiel motiviert hat und eine Ansprache gehalten hat, dann hatte er Schweiß über den Lippen und hat gebrannt - und das hat sich auch auf uns übertragen"

Für Ottmar Hitzfeld war Jürgen Sundermann nicht nur ein sehr guter Mittelfeldstratege und Trainer, er war einfach "ein fantastischer Mensch". Ein Mensch, der mit jungen Spielen gut umgehen konnte, sie geformt hat und immer auch für einen Spaß zu haben war.

Die Lockerheit auf der einen Seite, aber auch die Ernsthaftigkeit auf der anderen Seite, dann, wenn es um Fußball ging. Das schätzten seine Spieler an ihm. Jürgen Sundermann formte Hansi Müller und Karl-Heinz Förster zu Nationalspielern.

"Der Mensch Jürgen Sundermann war immer freundlich, immer hilfsbereit. Aber er konnte auch, wenn es ums Geschäft ging, um Fußball, sehr ernst sein und sauer werden, wenn etwas nicht gelaufen ist. Ich glaube, dass das eine gute Mischung war für uns junge Spieler. Wir haben alle - und vor allen Dingen ich - von ihm profitiert."

Sundermann formte den jungen A-Jugend-Spieler Karl-Heinz Förster zum Nationalspieler und holte auch dessen Bruder Bernd zum VfB Stuttgart.

Jürgen Sundermann war also ein Trainer, der immer auch Mensch geblieben ist. Ein Motivationskünstler, der junge Fußballer zu Höchstleistungen getrieben hat. Er führte den VfB aus der 2. Bundesliga zurück in die Spitze der Bundesliga und bekam den Spitznamen "Wundermann". Bis ins hohe Alter blieb er dem Fußball verbunden und seine Schützlinge von damals schwärmen heute noch vom besten Trainer, den sie jemals hatten.

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Martin Thiel

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