Sven Schipplock kehrt zurück zum VfB Stuttgart (Foto: Imago, Sportfoto Rudel)

Fußball | VfB Stuttgart

Sven Schipplock - ein Anführer für den VfB Stuttgart

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Zehn Jahre nach seinem Abschied kehrt Angreifer Sven Schipplock zum VfB Stuttgart zurück. Der 32-Jährige soll ab der neuen Saison als Führungsspieler der U21 in der Regionalliga auf Torejagd gehen.

"Schippo", wie ihn die meisten nennen, hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. "Ich werde den Jungs zur Seite stehen und ihnen ein bisschen Feuer unterm Arsch machen, dass es eine erfolgreiche Saison wird", sagt er mit einem verschmitzten Lächeln. Der 32-jährige Schwabe, der in Honau bei Reutlingen aufgewachsen ist, spielte bis vor kurzem noch in der Bundesliga für Arminia Bielefeld. Nun lässt er seine Karriere in der Heimat in der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart ausklingen.

Sven Schipplock kehrt zurück! Der 32-jährige Mittelstürmer wird ab der neuen Saison als Führungsspieler der #VfBU21 in der @RL_Suedwest auf Torejagd gehen. Willkommen zurück, Schippo! #jungundwild #schippoisback https://t.co/z5x6iWqPwD

Schipplock: "Es gibt talentiertere Spieler als mich"

Schipplock ist ein Gute-Laune-Typ und ein Fußballer mit Herz, weniger filigran, dafür mit unbändigem Einsatzwillen. Im Rampenlicht stand er während seiner Profikarriere eher selten. Meist kam er in der Bundesliga nicht über die Rolle des Jokers hinaus. "Es gibt talentiertere Spieler als mich", sagte Schipplock einmal nüchtern über sich selbst.  

Dennoch gehört der Stürmer zu der Sorte Fußballer, die jeder gerne in seinen Reihen hat. "Er bringt Stimmung rein, auf dem Platz ist er ein Arbeiter, er zerreißt sich", sagte Andreas Beck einst über die Vorzüge seines Teamkameraden bei der TSG Hoffenheim. Markus Gisdol, sein damaliger Trainer bei den Kraichgauern, ließ forsche Nachwuchsspieler gerne im Training gegen Schipplock antreten. Die meisten fühlten sich danach geläutert und wie vom Zug überfahren.

Häme beim HSV

Insgesamt spielte Schipplock 181 Mal in der Bundesliga und erzielte dabei 20 Tore (18 Vorlagen). Sein Profi-Debüt gab er beim VfB Stuttgart, später spielte er in Hoffenheim, beim Hamburger SV, in Darmstadt und zuletzt in Bielefeld. Da Stürmer vor allem an Toren gemessen werden, musste Schipplock häufig Kritik einstecken. In seiner Zeit beim HSV erntete er viel Spott. "Saufen bis Sven Schipplock trifft", dichteten und sangen einige Fans hämisch. Dem Angreifer gelang in 32 Pflichtspielen für den HSV kein einziger Treffer.

Schipplock: "Ohne Gott wäre ich am Profi-Fußball kaputtgegangen"

Seine Lebensfreude hat der Schwabe dennoch nie verloren. Geholfen hat ihm dabei sein christlicher Glaube: "Ohne Gott wäre ich am Profi-Fußball kaputtgegangen", sagte Schipplock im Interview mit der "Sport Bild". "Wenn es schlecht lief, ich teilweise auf der Tribüne saß, da habe ich dann für Kraft und Geduld gebetet."

Nach zehn Jahren kehrt Schipplock nun zum VfB Stuttgart zurück. In der zweiten Mannschaft des VfB ging einst sein Stern auf, jetzt soll er noch ein bisschen weiter glühen. "Schippo" ist in der Regionalliga-Mannschaft besonders als Anführer gefragt und soll dabei natürlich auch für reichlich Tore und für gute Stimmung sorgen.

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