Der Stuttgarter Silas Katompa Mvumpa (l) und der Freiburger Nicolas Höfler kämpfen um den Ball. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

Freiburg siegt nach frühem Tor in Stuttgart

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Martin Bromber

Durch ein Tor in der Anfangsviertelstunde entscheidet der SC Freiburg das Baden-Württemberg-Duell beim VfB Stuttgart zu seinen Gunsten und bleibt auswärts ohne Gegentor.

In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie in der ausverkauften Arena in Stuttgart gelang den Gästen aus Freiburg die frühe Führung. Die Hausherren konnten sich im weiteren Verlauf des Spiels nur wenig Chancen erspielen.

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo veränderte die Startelf gegenüber der Partie in Bremen nur auf einer Position. Silas ersetzte den erkrankten Tiago Tomas neben Sasa Kalajdzic im Sturm. Borna Sosa rückte dafür auf die linke Außenbahn. Die angeschlagenen Josha Vagnoman (Muskelprobleme) und Konstantinos Mavropanos (Knie) kamen ebenfalls von Beginn an zum Einsatz. Christian Streich, setzte bei seinem 400. Pflichtspiel als Profi-Trainer auf die gleiche Elf wie bei der 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund.

Die Anfangsphase der Partie war zunächst sehr ausgeglichen. Beide Teams liefen hoch an und versuchten die gegnerische Spieleröffnung früh zu stören. Die Hausherren versuchten nach eigenen Ballgewinnen schnell umzuschalten und erspielten sich in der sechsten Minute eine erste Tormöglichkeit. Naouirou Ahamada drang mit viel Tempo in den Strafraum ein. Sein Pass ging jedoch ins Leere. Wenig später fand eine Flanke von Borna Sosa den Kopf von Josha Vagnoman. Der brachte jedoch zu wenig Druck hinter den Ball.

Grifo trifft für Freiburg

Mit der ersten Offensivaktion der Gäste kamen die Freiburger direkt zur Führung. Doan konnte im Stuttgarter Strafraum zunächst glücklich den Ball behaupten. Sildillias Flanke auf den zweiten Pfosten fand Grifo, der sich im Rücken von Mavropanos absetzte und ungehindert einschieben konnte (11.). Der Führungstreffer verhalf den Breisgauern zu mehr Sicherheit im Spiel. Der Ball lief nun weitaus besser durch die eigenen Reihen als zu Beginn. Die Schwaben konzentrierten sich bis dato auf die eigene Defensive und überließen den Gästen die Spielgestaltung.

Kopfballchancen auf beiden Seiten

Nachdem Chris Führich und Roland Sallai ein paar Nettigkeiten ausgetauscht hatten, die jeweils mit Gelb bestraften wurden, gelang den Freiburgern der nächste sehenswerte Angriff. Nach toller Kombination brachte Ritsu Doan den Ball in den Strafraum der Schwaben. Michael Gregoritsch köpfte knapp am Kreuzeck vorbei (30.). Ähnlich knapp war es auf der Gegenseite. Nach Sosa-Flanke kam Mavropanos am Elfmeterpunkt zum Kopfball. Freiburgs Keeper Mark Flekken klärte reaktionsschnell mit der linken Hand zur Ecke, die nichts weiter einbrachte (35.).

Freiburg kann Führung nicht ausbauen

Fünf Minuten vor der Pause hatten die Gäste die Chance ihre Führung zu erhöhen. Nach Ballgewinn im Mittelfeld konterten die Breisgauer über die linke Seite und hatten am gegnerischen Strafraum eine Überzahlsituation. Ritsu Doan gelang es allerdings nicht den Ball unter Kontrolle zu bekommen. Technischer Fehler - Chance vertan. Die letzte Chance der ersten Hälfte dann noch einmal für die Schwaben. Nach einem Kopfball von Sasa Kalajdzic ist es wieder Freiburgs Mark Flekken, der den Ball aus dem linken Eck kratzen konnte. Zuvor war die Partie aber ohnehin, nach einem Foulspiel an Nicolas Höfler unterbrochen worden. So ging es mit einem 1:0 aus Freiburger Sicht in die Halbzeitpause.

Stuttgart stark über links, Freiburg stellt um

Unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Freiburg versuchte es gleich mit einer Anstoßvariante. Roland Sallai verzog, nach Grifo-Querpass, aber deutlich. Wenig später entwischte Borna Sosa Kiliann Sildillia, statt aber den völlig freistehenden Josha Vagnomann zu bedienen, zog er aus spitzem Winkel selbst ab und scheiterte am Bein von Mark Flekken (49.). Dieser musste kurz darauf an der Hüfte behandelt werden, konnte aber weiterspielen. Die Schwaben waren in dieser Phase der Partie das aktivere Team. Vor allem über die linke Angriffseite gelang es den Hausherren den Ball schnell an den Freiburger Strafraum zu bringen, die Genauigkeit beim letzten Pass fehlte am Ende, um noch gefährlicher zu sein. Das registrierte auch Freiburgs Trainer Streich. Nach einem Doppelwechsel (Gulde für Sallai, Joeng für Doan) stellten die Gäste nach 60 Minuten auf eine Dreier- bzw. Fünferkette um.

Stuttgart wechselt offensiver

Die Umstellung zeigte auch direkt Wirkung. Freiburgs neue Grundordnung wirkte sehr sicher, den Stuttgartern fiel es nun deutlich schwerer über die Außenbahnen zu attackieren. Nun reagierte auch VfB-Trainer Matarazzo und brachte nach 72 Minuten zwei neue Offensivkräfte (Pfeiffer für Sosa, Egloff für Führich). Doch auch im offensiveren 4-3-3-System fiel es den Hausherren schwer sich gute Möglichkeiten zu erspielen. Einzig dem eingewechselten Enzo Millot (für Ahamada) gelang es ab und an einen Offensivakzent zu setzen. Sein Kopfball gut zehn Minuten vor Ende war aber zu harmlos.

Freiburg versucht Ergebnis zu sichern

Durch einen defensiv orientierten Dreifachwechsel (Kyereh für Gregoritsch, Keitel für Grifo, Siquet für Sildillia) versuchten die Freiburger ihre Defensive weiter zu stärken (81.). Stuttgart hingegen setzte alles auf eine Karte und brachte mit Juan José Perea (für Vagnoman) den letzten Stürmer von der Bank. Die Freiburger verteidigten ruhig und gut organisiert. Auch in der achtminütigen Nachspielzeit gelang es ihnen gut, die Offensivaktionen der Stuttgarter vor dem eigenen Strafraum zu unterbinden. Freiburgs Maximilian Eggestein bestritt die letzten Minuten der Partie trotz einer gebrochenen Hand. Nach dem 1:0-Auswärtserfolg empfangen die Breisgauer am Freitag (26.08., 20:30 Uhr) den VfL Bochum. Der VfB tritt am Sonntag (28.08., 15:30) beim 1. FC Köln an.

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Martin Bromber

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