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Der VfB Stuttgart zeigt beim 2:5 in Leverkusen nicht seine beste Leistung. Dabei hat das Team in einer ganz entscheidenden Situation großes Pech, sonst wäre vielleicht doch mehr drin gewesen.

Am Ende verloren die Schwaben die Bundesligapartie zwar deutlich bei klar überlegenen Leverkusenern. Doch die Partie hätte in der Tat anders laufen können. Denn das Handspiel des Leverkuseners Timothy Fosu-Mensah ereignete sich beim Stand vom 2:1, im Gegenzug fiel das 3:1 für Bayer.

Doch das Kuriose: Dem Treffer von Leon Bailey (56.) folgte zwar ein langer Videobeweis. Doch wie sowohl via Anzeige-Tafel als auch über den entsprechenden Twitter-Kanal des DFB erklärt wurde, galt die Prüfung gar nicht dem Handspiel, sondern nur einer möglichen Abseitsstellung von Vorlagengeber Moussa Diaby.

VfB-Coach Materazzo "versteht die Regel nicht mehr"

Der Stuttgarter Trainer Pellegrino Matarazzo wollte die Szene im Anschluss nicht mehr bewerten, "weil ich die Handregel nicht mehr verstehe". Noch weniger Verständnis habe er aber dafür, dass die Situation nicht einmal überprüft wurde, so Materazzo auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Sven Mislintat sah ebenfalls keinen Gesprächsbedarf. "Ganz ehrlich, da brauchen wir nicht zu diskutieren", sagte der VfB-Sportdirektor bei Sky. "Das war ein glasklarer Handelfmeter, eine klare Fehlentscheidung. Das war eine nahezu spielentscheidende Situation. Deshalb ist das maximal bitter." Im Gespräch mit SWR Sport fügte er hinzu: "Die Schiedsrichter haben das Spiel gekill".

Hitzlsperger meldet sich via Twitter

Und auch VfB-Boss Thomas Hitzlsperger meldete sich zur Szene zu Wort. Man könne über vieles zum Spiel diskutieren, aber sicher nicht, ob die Handspielregel korrekt ausgelegt wurde. "Wurde sie nämlich nicht", schrieb der 38-Jährige bei Twitter.

Kobel: "Die Hand hat da nix zu suchen"

VfB-Keeper Gregor Kobel hatte in der Situation eine Schlüsselszene der Partie gesehen, weil es statt der großen Chance auf den Ausgleich plötzlich 3:1 für Leverkusen hieß.

Die Entscheidung, nicht auf Elfmeter zu entscheiden, kann auch Kobel nur bedingt nachvollziehen. "Handspiel ist nie einfach zu entscheiden. Aber so wie uns die Regel erklärt wurde, hat die Hand da oben nichts zu suchen", sagte der 23-jährige Torhüter am ARD-Mikrofon.

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