Sasa Kalajdzic. (Foto: Imago, imago)

Fußball | 2. Bundesliga "Das beste Gefühl" beim VfB Stuttgart: Kalajdzic schwärmt von Gomez

Der Angreifer Sasa Kalajdzic ist erst seit wenigen Tagen beim VfB Stuttgart. Schon jetzt zeigt der Österreicher sich beeindruckt von seinem Konkurrenten Mario Gomez. Dass er zu den Schwaben gewechselt ist, hat aber andere Gründe.

Einen Lieblingsspieler hat Sasa Kalajdzic nicht. Aber es gibt hochkarätige Profis, an denen sich der Neuzugang des VfB Stuttgart orientiert. Zum Beispiel Zlatan Ibrahimovic. "Als großer Stürmer, der technisch gut ist, der gerne mal dribbelt und ins Eins gegen Eins geht - das taugt mir", erzählte der 22-Jährige am Dienstag mit breitem österreichischen Akzent im Trainingslager des VfB in St. Gallen.

1,99 Meter ist Kalajdzic groß und damit sogar vier Zentimeter länger als der 37-jährige Ibrahimovic. Von einer Fußball-Weltkarriere wie der des Superstars von LA Galaxy vermag Österreichs U21-Nationalstürmer aber derzeit kaum zu träumen. Der zuvor von mehreren Clubs umworbene Kalajdzic ist zum schwäbischen Zweitligisten gewechselt, "um sich weiterentwickeln zu können", wie er im Teamhotel der Stuttgarter erzählte. "Um ehrlich zu sein, hatte ich einfach das beste Gefühl bei Stuttgart", sagte der Stürmer. "«Und ich habe gelernt, dass ich auf mein Gefühl hören sollte, nicht nur im Fußball, sondern im ganzen Leben."

Kalajdzic von Walters Spielidee begeistert

Entscheidenden Anteil am guten Gefühl des Österreichers mit serbischen Wurzeln dürfte der neue VfB-Trainer Tim Walter gehabt haben. Bereits vor einen Jahr hatte Walter sich mit Kalajdzic in München getroffen, ein lockeres Kennenlernen sei das gewesen, "mehr nicht", meinte Kalajdzic. Von diesem Gespräch blieb ihm aber eine Sache besonders im Gedächtnis: "Ich war von seiner Spielidee begeistert." Es sei bei Walter sehr viel aufs Fußballspielen ausgelegt, dass so gut wie alles mit Flachpässen gelöst werde - und das gefällt ihm trotz seiner Körpergröße.

Angesichts seiner fast zwei Meter ist Kalajdzic der größte Spieler des VfB, in dessen Sturmzentrum die Konkurrenzsituation so groß wie in keinem anderen Mannschaftsteil ist. Kalajdzic, der ebenfalls neu gekommene Hamadi Al Ghaddioui, Nicolas Gonzalez, Anastasios Donis, Leon Dajaku, Chadrac Akolo oder Mario Gomez stehen Walter für den Angriff zur Verfügung.

Fußball | 2. Bundesliga VfB Stuttgart: Neuzugänge der Saison 2019/2020

VfB-Neuzugänge 20192020 (Foto: Imago, Imago)
VfB-Neuzugänge 2019/2020 (v.l.n.r.): Atakan Karazor, Leih-Rückkehrer Roberto Massimo, Pascal Stenzel, Trainer Tim Walter, Philipp Klement und Mateo Klimowicz. Es fehlen: Fabian Brelow, Gregor Kobel, Hamadi Al Ghaddioui, Maxime Awoudja, Sasa Kalajdzic und Tanguy Coulibaly Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Gregor Kobel (21), Torwart, wird von der TSG Hoffenheim bis 2021 ausgeliehen Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Fabian Bredlow (24), Torwart, kommt für 300.000 Euro vom 1. FC Nürnberg nach Stuttgart und erhält einen Vertrag bis 2022 Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Pascal Stenzel (23), Rechter Verteidiger, wird bis 2021 vom SC Freiburg ausgeliehen Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Atakan Karazor (22), Defensives Mittelfeld, kommt für 800.000 Euro von Holstein Kiel und unterzeichnet einen Vertrag bis 2023 Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Mateo Klimowicz (18), Offensives Mittelfeld, kommt für eine Ablöse von 1,5 Millionen Euro von Instituto AC aus Argentinien und hat den Vertrag bis 2024 unterschrieben Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Philipp Klement (26), Offensives Mittelfeld, wechselt für 2,5 Millionen Euro vom SC Paderborn bis 2023 nach Stuttgart Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Hamadi Al Ghaddioui (28), Mittelstürmer, kommt für 300.000 Euro vom SSV Jahn Regensburg und hat einen Vertrag bis 2021 Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Sasa Kalajdzic wechselte von Admira Wacker Mödling zum VfB und unterschrieb einen Vertrag bis 2023. Der Stürmer soll rund 2,5 Millionen Euro gekostet haben. Leider verletzte sich der Angreifer im Test gegen den SC Freiburg schwer im Knie und fehlt den Schwaben jetzt für sechs bis acht Monate. Imago DeFodi Bild in Detailansicht öffnen
Maxime Awoudja ist Innenverteidiger. Der 21-Jährige wechselt aus der U23 des FC Bayern zum Bundesliga-Absteiger und bekommt dort einen Vertrag bis Sommer 2022 Imago Pressefoto Baumann Bild in Detailansicht öffnen
Tanguy Coulibaly (18), Linksaußen, kommt ablösefrei aus der U19 von Paris Saint-Germain und unterschreibt einen Vertrag bis 2023 Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen

Zwar dürften gerade Akolo und Donis die Stuttgarter bei passenden Angeboten noch verlassen. Doch unabhängig davon bliebe die Konkurrenz für Kalajdzic groß. Respekt hat er insbesondere vor Gomez. Seine erste Begegnung mit dem Ex-Nationalspieler habe er in der Kabine gehabt, erzählte er. "Das ist fast schon surreal. Solche Spieler hast du früher in der Champions League gesehen, beim FC Bayern oder in der Nationalmannschaft von Deutschland", sagte der 22-Jährige. "Und auf einmal steht er vor dir, eine richtige Autoritätsperson. Ich habe sehr großen Respekt vor ihm und seinen Leistungen."

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