VfB-Präsident Wolfgang Dietrich. (Foto: Imago, imago)

Fußball | 2. Bundesliga VfB-Präsident Dietrich warnt vor Abwahl

Der umstrittene Präsident Wolfgang Dietrich hat die Mitglieder des VfB Stuttgart vor seiner Abwahl gewarnt. Außerdem wurde bekannt, dass der VfB noch in diesem Jahr einen Vorstandsvorsitzenden verpflichten will.

Für die Mitgliederversammlung des Absteigers an diesem Sonntag steht ein Antrag auf Abwahl des Präsidenten auf der Tagesordnung, bisher hat öffentlich aber niemand seine Bereitschaft erklärt, in diesem Fall Dietrichs Nachfolge antreten zu wollen. "Jetzt zu sagen, wir wählen einfach jemanden ab, ohne zu wissen was kommt: Das kann doch nicht das Ziel dieses Vereins sein", sagte Dietrich auf einer Veranstaltung des VfB am Dienstagabend.

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"Wir brauchen eine geordnete Struktur, und Ordnung heißt: Eine Abwahl ist keine Wahl." Dietrich ist bis 2020 gewählt und steht aus verschiedenen Gründen in der Kritik. Dazu zählen die Verpflichtung des inzwischen wieder freigestellten Michael Reschke als Sportvorstand ebenso wie die Trennung von dessen Vorgänger Jan Schindelmeiser und Dietrichs frühere Verbindung zum Unternehmen Quattrex, das Fußballclubs Kredite gewährt.

In der vergangenen Saison hatten die Anhänger des Fußball-Zweitligisten immer wieder mit Plakaten gegen Dietrich protestiert, auch in den sozialen Netzwerken wurde und wird der 70-Jährige attackiert. "Meine Familie leidet darunter massiv, das muss ich ganz klar sagen. Mehr als ich selber. Aber wenn ein Fadenkreuz auf deinem Gesicht drauf ist, dann sind das schon Momente, in denen es schmerzt", sagte er. "Aber wenn die Leute glauben, sie könnten mich weichklopfen, das wird nicht passieren."

Bei der Veranstaltung wurde zudem verkündet, dass der VfB Stuttgart möglichst bald einen Vorstandsvorsitzenden verpflichten will. "Definitiv werden wir noch in diesem Jahr diese Position besetzt haben", sagte Präsident Wolfgang Dietrich. Seit der Ausgliederung der Profiabteilung in eine Fußball AG fehlt dieser ein Chef des Vorstands. Laut eines Berichts der "Stuttgarter Nachrichten" vom Dienstagabend ist der ehemalige Vorstandsboss von Fortuna Düsseldorf, Robert Schäfer, ein Kandidat für dieselbe Position beim VfB.

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