Neuzugang Philipp Förster vom VfB Stuttgart (Foto: Imago, Pressefoto Baumann)

Fußball | 2. Bundesliga Philipp Förster: "Es fühlt sich Wahnsinn an, wieder beim VfB Stuttgart zu sein"

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Sein erstes Training beim VfB Stuttgart hat Philipp Förster hinter sich. Nun wurde der letzte Saison-Neuzugang vom SV Sandhausen den Medien vorgestellt. Dabei kennt sich der neue Mittelfeldspieler auf dem Wasen bestens aus.

"Mein Traum war es schon immer, mal in der Mercedes-Benz-Arena zu spielen und der wird jetzt wahr", sagt ein sichtlich entspannter Philipp Förster im Medienraum seines neuen Vereins. Irgendwie kommt dem gebürtigen Brettener alles vertraut vor. Förster spielte bereits in der Jugend vier Jahre lang beim VfB Stuttgart, wechselte über den SV Waldhof und den 1. FC Nürnberg 2017 zum SV Sandhausen. Dort reifte er vom Talent zum Zweitliga-Turbo. Jetzt also die Rückkehr von Förster, der sich selbst als eine Art "Spätstarter" sieht, nach Stuttgart. Den VfB-Fans verspricht er, dass er "alles in die Waagschale werfen wird". Sein Vertrag läuft bis 2023.

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Der Mann fällt auf

Philipp Förster ist ein auffallender Typ, sowohl als Kicker als auch als Mensch. Groß, schlaksig, immer in Bewegung und sehr oft am Ball, so kannten und schätzten ihn die Fans beim SV Sandhausen. Der Mittelfeldspieler mit den dunklen Haaren hat sich in den letzten beiden Jahren zum Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Überraschungsmannschaft aus der Kurpfalz entwickelt. Aktuell zählt Förster zweifellos zu den besten Zweitligaspielern Deutschlands. Unter SVS-Trainer Uwe Koschinat bekam Förster 2019 in Sandhausen noch einmal einen richtigen Leistungsschub. Neben dem bundesligaerfahrenen Kapitän Dennis Diekmeier war Förster das Schwungrad des SVS. In den bisherigen fünf Saisonspielen erzielte der 24-Jährige ein Tor und bereitete zwei Treffer vor. Insgesamt machte Förster für Sandhausen 65 Zweitligaspiele und traf zehn Mal.

Trotz Vertragsverlängerung nach Stuttgart

Das ist natürlich auch dem großen Zweitliga-Nachbarn aus Stuttgart nicht entgangen. Bereits seit Wochen wurde der Name Philipp Förster beim VfB heiß gehandelt. Jetzt also doch der zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Wechsel nach Stuttgart. Überraschend deshalb, weil Förster erst vor wenigen Wochen seinen Vertrag beim SV Sandhausen vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2022 verlängert hatte. Allerdings war der Kontrakt versehen mit einer entsprechenden Ausstiegsklausel, die sich jetzt der VfB zu Nutze machte.

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Ein Transfer, der für VfB-Sportdirektor Sven Mislintat Sinn macht: "Mit Philipp bekommen wir einen sehr hungrigen, physisch robusten und spielstarken Mittelfeldspieler für unser Projekt Wiederaufstieg hinzu.“ Beim SV Sandhausen sieht man den Transfer des wertvollen Spielers sachlich: "So gern wir Philipp auch behalten hätten, ist der Wechsel legitim, da es eben vertraglich so vereinbart war,"äußert sich Mikayil Kabaca, der sportliche Leiter des SVS, zum Wechsel.

Förster als Tennisspieler und Kimmich Kumpel

Zur Zeit lebt Philipp Förster in einem Stuttgarter Hotel, ist für sich auf Wohnungssuche. Die Länderspielpause kommt also gerade recht, um sich bis zu der Partie bei Jahn Regensburg am 14.9. zu organisieren. Zum Ausgleich spielt Förster "gerne freizeitmäßig Tennis". Gegen seinen Kumpel Joshua Kimmich hat es allerdings noch nicht "zu einem Match gereicht". Beide spielten in der Jugend beim VfB zusammen Fußball und haben bis heute noch regelmäßigen Kontakt.

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Försters Traum in der Stuttgarter Arena zu spielen kann frühestens am 21. September in Erfüllung gehen. Das steht das Heimspiel gegen Greuther Fürth an. Der "Traum Bundesliga" muss dagegen noch ein paar Monate länger warten.

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