Thomas Hitzlsperger (Foto: Imago, imago)

Fußball | Kommentar Thomas Hitzlsperger – die beste Wahl des VfB Stuttgart!

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Thomas Hitzlsperger soll neuer Vorstandsvorsitzender beim VfB Stuttgart werden. Eine sehr gute Idee – findet SWR Sportredakteur Thomas Wehrle. Ein Kommentar.

Als heute Nachmittag die ersten Meldungen durchsickerten, dass Thomas Hitzlsperger der neue starke Mann beim VfB Stuttgart werden soll, habe ich mich gefreut. Ich kenne Thomas Hitzslperger als ARD-Experten und ich schätze sein klares Urteilsvermögen, seinen Sachverstand, aber auch seine Fairness, seinen Fleiß und seine Teamfähigkeit.

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Thomas Hitzlsperger ist genau der richtige Mann, um die VfB-Familie zu einen und den Club dennoch zu modernisieren. Er hat viele gute Ideen und ist immer interessiert, Neues zu lernen. Der 37-jährige ist ein Mannschaftsspieler, aber er ist auch ein Mann mit Durchsetzungsvermögen. Thomas Hitzlsperger hat eine Blitzkarriere als Funktionär hinter sich. Vom Leiter des Nachwuchsleistungszentrums zum Vorstandsvorsitzenden in rund zwei Jahren. Das spricht für ihn. Aber das bedeutet natürlich auch eine große Herausforderung für den Meisterspieler von 2007. Er braucht ein starkes Team, mit dem er vertrauensvoll zusammenarbeiten kann. Thomas Hitzlsperger kann noch nicht alles wissen, was in seinem neuen Job auf ihn zukommt. Das Gute an ihm ist aber: er weiß um seine Defizite, steht zu ihnen und arbeitet jeden Tag hart daran, besser zu werden. So ist er zum erfolgreichen Chef im Nachwuchs geworden, so hat er den radikalen Umbau der Profimannschaft nach dem Abstieg bewältigt.

Thomas Hitzlsperger genießt hohe Akzeptanz bei den Fans

Thomas Hitzlsperger genießt hohe Akzeptanz bei den Fans und er bringt jede Menge Fußballsachverstand mit. Beides hat der Führung des VfB in den letzten Jahren gefehlt. Wolfgang Dietrich hat den Verein gespalten. Thomas Hitzlsperger muss viele Gräben schließen. Dazu allerdings braucht es eine zweite kluge Personalentscheidung beim Verein für Bewegungsspiele: die Mitglieder müssen einen Präsidenten wählen, der Thomas Hitzlsperger stützt. Das heißt: Der Vereinsbeirat darf der Mitgliederversammlung keine Kandidaten vorschlagen, die eine andere Vereins- oder Personalpolitik wollen als der neue Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger. Da müssen alle Kandidaten mit offenen Karten spielen – zum Wohle des VfB Stuttgart.

Der Aufsichtsrat hat mit der Ernennung von Thomas Hitzlsperger eine gute und kluge Wahl getroffen. Der Mann kennt den Verein, kennt den deutschen Fußball und hat bewiesen, dass er mutig ein Team runderneuern kann. Jetzt muss er allerdings den gesamten VfB ein bisschen neu erfinden. Ich hoffe, das gelingt ihm.

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