Tim Walter (Foto: Imago, Sportfoto Rudel)

Fußball | 2. Bundesliga VfB-Coach Walter, seine Frau als Schiri und ein Pausenbrot

Trotz jeder Menge Ballbesitz spielt der VfB Stuttgart lediglich 0:0 in Aue. Der Mannschaft von Trainer Tim Walter fehlen über weite Strecken Ideen und Risikobereitschaft. Trotzdem übernimmt der VfB vorerst die Tabellenführung der 2. Liga.

Der Frust von Daniel Didavi entlud sich nach dem Abpfiff an Schiedsrichter Felix Zwayer. Da der Spielmacher des VfB Stuttgart mit Zwayers Leistung offenbar nicht zufrieden war, beschwerte er sich nach dem 0:0 beim FC Erzgebirge Aue bei dem Unparteiischen - und kassierte nachträglich die Gelbe Karte.

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Walter redet sich in Rage

Auch sein Trainer Tim Walter, der schon während der Partie kaum noch zu halten war, ließ seinem Frust über den Unparteiischen nach dem Spiel in der Pressekonferenz freien Lauf.

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"Wir hätten zwei Elfmeter kriegen müssen. Ich dachte, meine Frau pfeift heute. Die pfeift auch immer für die mit den schönsten Trikots.“

Tim Walter

Auch der Videoschiedsrichter bekam vom Übungsleiter sein Fett weg.

"Was die im Videokeller machen, weiß auch keiner. Vielleicht war er gerade wieder Pausenbrot essen."

Tim Walter

Auch mit der gelb-roten Karte war Walter nicht einverstanden und hielt diese für "sehr frech". Der 43-Jährige räumte trotz aller Unzufriedenheit aber auch ein: "An dem lag's heute sicher nicht."

Am Samstagmorgen war Walter dann am SWR-Mikrofon schon etwas entspannter, steht aber zu seinen Aussagen. "Ich habe nur meine Meinung gesagt. Wenn ich die nicht mehr sagen darf, dann höre ich lieber auf. Ich glaube, dass es normal ist, dass man seinem Unmut auch mal freien Lauf lässt. Ich habe niemanden beleidigt."

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"Ich weiß: Fehler sind menschlich. Aber dann kann man einfach mal sagen: 'Ja, ich habe Mist gebaut.' Dann ist das ganz normal", sagte der 43-Jährige. Sanktionen seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) befürchtet er nicht.

VfB findet kein Mittel

Die Partie am Freitag Abend war so gelaufen, wie der VfB sie schon oft in dieser noch jungen Spielzeit erlebt hatte: Der Gegner stand tief in der eigenen Hälfte und überließ den Stuttgartern den Ball. Viel wusste der VfB damit nicht anzufangen. Aue habe einen "Bus bis zum tiefsten Inneren geparkt", befand VfB-Mittelfeldspieler Gonzalo Castro nach dem Spiel. Das Unentschieden war somit das logische Ergebnis.

Donis-Abschied steht kurz bevor

Offensivspieler Anastasios Donis wird den Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart sehr wahrscheinlich Anfang nächster Woche verlassen. Der Club werde Vollzug melden, "wenn Verträge unterschrieben sind und alles durch ist", sagte Sportdirektor Sven Mislintat am Samstag auf dem VfB-Trainingsgelände.

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Das werde "vielleicht Montag oder Dienstag" der Fall sein. Der 22 Jahre alte griechische Nationalspieler trainierte am Tag nach dem 0:0 beim FC Erzgebirge Aue nicht mit der Mannschaft, sondern verließ das Clubgelände in Freizeitkleidung vorzeitig. Der italienische Erstligist FC Genua soll an Donis interessiert sein. "Es kann passieren, ist aber noch nicht durch", sagte Mislintat allgemein zu einem möglichen Abschied des Griechen.

Rückkehr von Kempf und Gomez ins Teamtraining unklar

Der Zeitpunkt der Rückkehr von Kapitän Marc Oliver Kempf und Ex-Nationalstürmer Mario Gomez ins Teamtraining ist noch ungewiss. Bei Gomez sieht es nach Aussage von Trainer Tim Walter vom Samstag zwar gut aus, dass er bis zur Partie am übernächsten Montag gegen den VfL Bochum wieder fit ist. "Bei Kempfi ist es dagegen ein bisschen zäh momentan", sagte der 43-Jährige einen Tag nach dem 0:0 beim FC Erzgebirge Aue. Beide Spieler hatten die Partie in Sachsen aufgrund von muskulären Problemen verpasst.

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