Thomas Berthold (Foto: Imago, imago/Müller-Stauffenberg)

Fußball | 2. Bundesliga Thomas Berthold fordert VfB-Präsident Dietrich heraus

Der frühere Fußball-Weltmeister Thomas Berthold will am Sonntag auf der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart den umstrittenen Präsident des VfB Stuttgart, Wolfgang Dietrich, herausfordern.

Der ehemalige Nationalspieler Thomas Berthold will der neue starke Mann beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart werden. "Ich werfe meinen Hut in den Ring. Beim VfB muss es eine nachhaltige Richtungsänderung geben", sagte der 54-Jährige der Stuttgarter Zeitung (Samstag-Ausgabe) vor der mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung des Bundesliga-Absteigers am Sonntag.

Der ehemalige VfB-Spieler strebt den Posten eines starken Aufsichtsratschef beim Bundesliga-Absteiger an. An seiner Seite wolle er einen repräsentierenden Präsidenten haben.

Zusammenarbeit mit Dietrich nicht denkbar

Eine Zusammenarbeit mit Wolfgang Dietrich schließe Berthold aus, schreibt das Blatt. Sollte Dietrich bei der Mitgliederversammlung die Vertrauensfrage überstehen, wolle Berthold im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen, wenn turnusgemäß die Präsidentenwahl durchgeführt wird.

Die Hürde für die Abwahl Dietrichs ist hoch, drei Viertel der anwesenden Mitglieder müssten sich gegen ihn aussprechen. Der Präsident hat angekündigt selbst bei 74,9 Prozent Gegenstimmen weiter im Amt zu bleiben.

Veh weicht auf Frage zu Rückkehr nach Stuttgart aus

Gehandelt wird auch immer wieder Armin Veh. Dieser will Spekulationen um eine Rückkehr zum Fußball-Zweitligisten als Vorstandsvorsitzender jedoch "nicht kommentieren", wie er dem "Reutlinger General-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe) sagte.

Der Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln betonte, dass er bei dem Bundesliga-Rückkehrer einen Vertrag bis 2020 habe: "Wenn es mir keinen Spaß machen würde, könnte ich den Job nicht machen. Es war ein anstrengendes Jahr, und wir sind in die Bundesliga aufgestiegen. Alles bestens."

Veh war von 2006 bis 2008 und 2014 Trainer bei den Schwaben. 2007 führte er den VfB zum Meistertitel. Über eine erneute Tätigkeit als Trainer sagte der 58-Jährige: "Schon 2017, als ich nach Köln gekommen bin, habe ich gesagt, dass ich die Leidenschaft nicht mehr spüre. Ich will nicht mehr Trainer sein. Das ist vorbei, daran hat sich überhaupt nichts geändert."

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