Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart war zuletzt in guter Form (Foto: Imago, Sportfoto Rudel)

Fußball | 2. Bundesliga VfB Stuttgart peilt in Osnabrück Sprung auf die Aufstiegsränge an

AUTOR/IN

Die drohende Krise hat der VfB Stuttgart gerade erst durch zwei Erfolge abgewendet. Am 13. Spieltag der 2. Bundesliga wollen die Schwaben nun mit einem Auswärtserfolg beim VfL Osnabrück (Samstag, 13 Uhr) wieder auf einen direkten Aufstiegsplatz klettern.

Dauer

Nach drei Ligapleiten in Serie schien der VfB Stuttgart in eine Krise zu rutschen. Doch der Erfolg in der Zweitrundenpartie des DFB-Pokals beim Hamburger SV sowie der anschließende Heimsieg in der 2. Bundesliga gegen Dynamo Dresden haben bei den Schwaben vorerst für ein wenig Entspannung gesorgt. Doch klar ist, dass die Mannschaft von Trainer Tim Walter nachlegen muss. Schließlich steht der VfB derzeit nur auf dem Relegationsrang drei - und das Saisonziel lautet direkter Wiederaufstieg.

Und der Sprung auf einen der ersten beiden Plätze erscheint realistisch. Voraussetzung dafür sind ein Stuttgarter Sieg beim Aufsteiger VfL Osnabrück und gleichzeitige Patzer der Konkurrenz, die schwere Aufgaben vor der Brust hat. Tabellenführer Hamburger SV muss bei Holstein Kiel ran, der Zweite Arminia Bielefeld reist zum 1. FC Nürnberg.

Dauer

Geburtstagskind Tim Walter optimistisch, aber nicht übermütig

VfB-Coach Walter sieht dem Auswärtsspiel optimistisch entgegen. Der Coach, der am Freitag 44 Jahre alt wurde, wurde auf der Spieltags-Pressekonferenz zunächst mit einem "Happy-Birthday-Ständchen" empfangen, bevor es um die anstehende Auswärtspartie ging. Trotz der breiten Brust warnte das Geburtstagskind davor, Osnabrück zu unterschätzen, auch wenn die Niedersachsen nach einem starken Saisonstart zuletzt abgebaut haben. "Das wird ein sehr emotionales Spiel in einem sehr kleinen Stadion. Osnabrück hat gezeigt, dass es die 2. Liga bereichert. Trainer Daniel Thioune macht einen sehr guten Job dort", sagte Walter, der auch die Vorgehensweise verriet: "Wir müssen sofort präsent sein, geduldig spielen und versuchen, möglichst souverän aufzutreten." Der VfL liegt mit 13 Zählern aus zwölf Spielen aktuell auf Rang 13.

"Friss-oder-stirb-Spiel für Osnabrück"

Die Favoritenrolle liegt klar beim VfB Stuttgart. "Das ist ja jede Woche so", sagte Walter: "Das sind wir gewohnt. Das ist immer schwer, dass andere Mannschaften gegen uns ein 'Friss-oder-stirb'-Spiel haben. Aber wir können damit umgehen und werden vorbereitet sein."

Walter unzufrieden mit der Chancenverwertung

Für seine Mannschaft geht es auch darum, vor dem gegnerischen Tor effektiver zu werden, so Walter weiter: "Ich bin mit der Ausbeute angesichts unserer Chancen nicht zufrieden. Trotzdem spricht die Vielzahl an Torgelegenheiten dafür, dass wir die Treffer ja erzielen können. Aber die Jungs machen das ja nicht absichtlich und wollen treffen - und so werden wir es auch dieses mal wieder angehen."

Dauer

Für ein Tor benötigt der VfB 10,6 Versuche - Tabellenführer Hamburger SV etwa braucht drei Schüsse weniger für einen Treffer.

Holger Badstuber kehrt zurück

Eine Einsatzgarantie gab der VfB-Coach für Gonzalo Castro, der in den letzten beiden Spielen als Linksverteidiger für den formschwachen Emiliano Insua reüssierte, sowie für Holger Badstuber, der nach seiner Sperre in die Innenverteidigung zurückkehrt. Fehlen werden weiterhin die Langzeitverletzten Marcin Kaminski (Kreuzbandriss) und Daniel Didavi (Muskelbündelriss).

AUTOR/IN
STAND