VfB-Stuttgart-Trainer Tim Walter schert sich nicht um den aktuellen Tabellenplatz (Foto: Imago, imago images / Sportfoto Rudel)

Fußball | 2. Bundesliga VfB Stuttgart - Spitzenreiter na und?

Der VfB Stuttgart geht erstmals als Tabellenführer in einen Spieltag. Mit einem Heimsieg am Samstag gegen Greuther Fürth wollen die Schwaben ihre Spitzenposition verteidigen.

"Das, was am Ende unterm Strich steht, das ist für uns wichtig. Aber da werden wir auch da stehen."

Tim Walter über die aktuelle Tabellenführung des VfB Stuttgart

Tabellensituation

Sechs Spiele, vier Siege, zwei Unentschieden: Die Start-Ausbeute des Absteigers ist gut. Kein Team in der 2. Bundesliga kam besser in die Saison. Der VfB hat vor dem siebten Spieltag einen Punkt Vorsprung auf den Hamburger SV. Die Stuttgarter können nun aus einer Position der Stärke heraus in die kommenden Begegnungen gehen und mit dem Selbstverständnis eines Favoriten antreten.

Mit Platz eins nach sechs Spieltagen kann VfB-Trainer Tim Walter jedoch nicht so viel anfangen: "Die Tabelle spielt keine Rolle. Es ist eine schöne Momentaufnahme. Aber wenn wir am 34. Spieltag da stehen, dann sage ich: Haben wir gut gemacht. Jetzt ist es völlig irrelevant", betonte Walter am Donnerstag und ergänzte: "Das, was am Ende unterm Strich steht, das ist für uns wichtig. Aber da werden wir auch da stehen."

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Fazit nach dreimonatiger Amtszeit

Tim Walters dominante Spiel-Philosophie ist für nahezu alle Spieler seines Kaders neu. Nur Sechser Atakan Karazor kennt den Ansatz bereits aus der gemeinsamen Zeit bei Holstein Kiel. Dafür ist Walter mit den Fortschritten nach drei Monaten in Stuttgart zufrieden. "Wir haben in Regensburg schon ganz, ganz viele Dinge von dem gemacht, was ich sehen will", sagte Walter. Die Qualität im Training sei mitunter höher als im Spiel und noch näher an seiner Idealvorstellung. "Von daher bin ich sehr guter Dinge, weil wir wirklich auf einem sehr guten Weg sind."

Einziges Manko: Für die große Überlegenheit im Spiel, waren die Ergebnisse immer knapp; keiner der vier Siege wurde mit mehr als einem Tor Unterschied errungen. "Für uns ist es wichtig, dass wir die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass wir noch mehr in die gefährlichen Zonen kommen", forderte daher Tim Walter.

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Wer läuft gegen Greuther Fürth auf?

Sasa Kalajdzic, Marcin Kaminski (beide Kreuzbandriss), Maxime Awoudja (Infekt), Tanguy Coulibaly (Faserriss im Oberschenkel) und der suspendierte Santiago Ascacíbar werden am Samstag nicht spielen. Ansonsten aber ist der Konkurrenzkampf auf nahezu allen Positionen offen - wirklich sicher in der Startelf spielen wohl nur Torwart Gregor Kobel und Kapitän Marc Oliver Kempf in der Innenverteidigung.

Über die beiden Mittelfeldspieler Orel Mangala und Philipp Förster, die beim 3:2 gegen Regensburg neu in die Mannschaft rückten und sofort überzeugten, sagte Walter beispielsweise: "Die beiden haben es sehr, sehr gut gemacht. Absolut. Aber das heißt trotzdem nicht, dass sie am Samstag spielen." Mario Gomez ist auch wieder eine Option, nachdem der Stürmer zuletzt wegen einer Krankheit und des daraus resultierenden Trainingsrückstands gefehlt hatte.

In die Begegnung mit dem Tabellenvierten Greuther Fürth will der noch ungeschlagene VfB mit dem Selbstverständnis eines Spitzenreiters und Favoriten gehen. "Wir wissen genau, dass wir aufpassen müssen. Trotzdem sind wir selbstbewusst genug, dass wir ausschließlich auf uns schauen", so Walter.

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