Ottmar Hitzfeld schoss für den VfB Stuttgart sechs Tore gegen den SSV Jahn Regensburg am 37. Spieltag in der Saison 197677. Durch zwei weitere Tore von Dieter Hoeneß und Klaus-Dieter Jank wuchs der Endstand auf ein 8:0. Einen Spieltag später war der VfB mit einem Punkt Vorsprung auf 1860 München Meister der 2. Bundesliga Süd.   (Foto: Imago, Imago)

Fußball | 2. Bundesliga Regensburg gegen Stuttgart: Acht-Tore-Gala dank Ottmar Hitzfeld

Samstag spielt der VfB Stuttgart gegen Jahn Regensburg. Nostalgiemodus einschalten lohnt sich für die VfB-Fans. In der Saison 1976/77 gab es eine Acht-Tore-Gala gegen die Bayern. Ottmar Hitzfeld gelang ein Rekord. Der VfB stieg wenig später in die Bundesliga auf.

Es war Freitag, der 13. Mai 1977, im letzten Heimspiel der Aufstiegssaison, als sich Ottmar Hitzfeld für immer in die Geschichtsbücher des VfB Stuttgart schoss. Beim 8:0-Sieg gegen Jahn Regensburg traf der Stürmer mit der Nummer sieben sagenhafte sechs Mal. Sein letzter Treffer, in der 83. Spielminute, war gleichzeitig das hundertste und letzte Saisontor des VfB Stuttgart.

Die Sechs-Tore-Gala des Ottmar Hitzfeld

Von den 100 Treffern erzielte Ottmar Hitzfeld 22. Mit Kapitän Hermann Ohlicher (15) und Dieter Hoeneß (13) bildete er den Traumsturm, der den VfB 1977 zurück in die Bundesliga katapultierte. Am letzten Spieltag quälte sich die junge Mannschaft, vom ebenfalls jungen Trainer Jürgen "Wundermann" Sundermann (damals 37 Jahre), mit einem 0:0 bei Eintracht Trier zur Meisterschaft und damit zum Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Mit dem 100-Tore-Sturm zurück in die Bundesliga

Ottmar Hitzfeld war einer der wenigen Spieler im Kader des VfB, die nicht aus der Region stammten. Mit seinen 28 Jahren gehörte er zu den älteren Spielern im Team. Bereits nach sieben Minuten eröffnete er nach einer Flanke des erst 18-jährigen Hansi Müller den Torreigen per Kopf. Zum Halbzeitstand von 5:0 hatte er bereits vier Tore beigesteuert. Am Ende hatte er sechs der acht Treffer erzielt und wurde zum Hauptdarsteller in einem legendären VfB-Spiel.

Fußball | 2. Bundesliga Die besten 90-Minuten-Torjäger des VfB Stuttgart

Fritz Walter machte vier Tore im DFB-Pokalspiel gegen den SC Freiburg 1991. (Foto: Imago, Imago)
Fritz Walter schoss im Achtelfinale des DFB-Pokals 1991 vier Tore gegen den Freiburger FC. Im Viertelfinale scheiterte der VfB dann an Bayer Leverkusen mit 0:1 nach Verlängerung. Übrigens durch ein Eigentor von Guido Buchwald. In der Bundesliga wurde der VfB Meister – punktgleich mit Borussia Dortmund aber um elf Tore besser. Mit 22 Bundesliga-Treffern war Fritz Walter außerdem der erfolgreichste Spieler der Saison. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Dieter Müller (re.) netzte fünf Mal gegen TuS Oberwinter in der 2. Runde des DFB-Pokals 1981 ein. Am Ende stand es 10:1 und der VfB spielte in der nächsten Runde gegen Borussia Mönchengladbach. Dort unterlag Stuttgart der Borussia mit Frank Schäffer (li.) mit 0:2. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Gegen Fortuna Düsseldorf war Jürgen Klinsmann nicht zu halten: Fünf Tore erzielte er am 27. Spieltag der Bundesliga-Saison 1985/86. Michael Spies und Karl Allgöwer trafen ebenfalls, der VfB siegte mit 7:0. In der Torschützenliste reichte es mit 16 Treffern für Klinsmann aber nur für Platz sechs, Torschützenkönig wurde der aktuelle U21-Nationaltrainer, Stefan Kuntz. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Ottmar Hitzfeld schoss für den VfB Stuttgart sechs Tore gegen den SSV Jahn Regensburg am 37. Spieltag in der Saison 1976/77. Durch zwei weitere Tore von Dieter Hoeneß und Klaus-Dieter Jank wuchs der Endstand auf ein 8:0. Einen Spieltag später war der VfB mit einem Punkt Vorsprung auf 1860 München Meister der 2. Bundesliga Süd. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Gegen den Spandauer SV zeigte der VfB Stuttgart in der 1. Runde des DFB-Pokals 1978 kein Erbarmen. Mit 12:0 schickten die Stuttgarter den Berliner Verein nach Hause, sieben Tore steuerte Dieter Hoeneß bei. Er wurde auch Torschützenkönig des Pokals mit acht Treffern und ist der beste Torjäger des Vereins innerhalb eines Spiels. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen

Zurück in der Gegenwart

Nostalgiemodus aus, zurück in die Gegenwart. Der VfB Stuttgart blickt in der 2. Bundesliga zwar auf einen guten Saisonstart zurück, tat sich in jüngster Vergangenheit jedoch häufig schwer, zwingende Torchancen zu kreieren. Ein Torfestival wie 1977 ist am Samstag in der Regensburger Arena (Anpfiff: 13 Uhr) nicht zu erwarten. Zumindest wäre es eine Überraschung.

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