Silas Wamangituka (li.) und Mario Gomez bejubeln das zwischenzeitliche 1:1 des VfB Stuttgart gegen Nürnberg (Foto: Imago, Avanti)

Fußball | 2. Bundesliga Der VfB Stuttgart dreht das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg

Der VfB Stuttgart hat in der 2. Bundesliga einen wichtigen Sieg gefeiert: Am 16. Spieltag setzten sich die Schwaben im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 3:1 1:1 (0:1) durch.

Dank eines wiedererstarkten Mario Gomez hat der VfB Stuttgart einen ersten Schritt aus der Krise gemacht und die Sorgen des 1. FC Nürnberg nochmals vergrößert. Ein Tor und eine Vorlage des Ex-Nationalstürmers ebneten den Schwaben den Weg zum 3:1 (0:1) gegen den seit nun acht Spielen sieglosen FCN.

Michael Frey (10. Minute) hatte die Gäste zwar in Führung geschossen. Für den ersten Erfolg unter dem neuen FCN-Trainer Jens Keller reichte es aber nicht, weil der eingewechselte Silas Wamangituka (58./Handelfmeter), Gomez (59.) und Philipp Förster (72.) die Partie zugunsten des VfB drehten.

Tim Walter: "Das ist geil"

"Ich bin zufrieden mit meinen Jungs und stolz darauf, wie die Mannschaft zurückgekommen ist. Das ist geil, wie wir hier Moral und Mentalität bewiesen haben. Das macht großen Spaß, nach Nackenschlägen wieder aufzustehen", bilanzierte VfB-Trainer Tim Walter.

Mario Gomez erlöst sich nach zuletzt vier Abseitstoren

Die Franken bleiben nach der Niederlage Drittletzter. Der VfB dagegen kehrte auf den dritten Rang zurück, hatte aber zunächst erneut die Folgen des Videobeweises verkraften müssen. Erst erkannte Schiedsrichter Robert Schröder nach eigener Sichtung der Bilder einen Treffer von Wataru Endo (28.) ab, weil Gomez seinen Gegenspieler im Strafraum leicht gerempelt hatte. Dann traf Gomez (34.) selbst per Flugkopfball, allerdings hatte der Linienrichter die Fahne gehoben - und auch der Überprüfung durch Video-Assistent Christof Günsch hielt die Entscheidung stand. Bereits zuletzt in Sandhausen hatte der Angreifer dreimal ganz knapp bei einer Torerzielung im Abseits gestanden.

Die für den VfB erneut bitteren Erfahrungen mit der Technik sorgten aber für eine erstaunliche Wende der Partie. Zwar hatte der VfB wie gewohnt mehr Ballbesitz als der Gegner. Aber erst nach den aberkannten Treffern wurde er zielstrebiger, spielte vertikaler - und leistete sich vor allem nicht mehr so viele Ballverluste. Die Gastgeber profitierten allerdings auch von erstaunlich passiven Nürnbergern, bei denen der erhoffte Effekt des Trainerwechsels schon nach drei Spielen verpufft zu sein scheint. Freude war beim gebürtigen Stuttgarter nur nach dem frühen Führungstor durch Frey aufgekommen, der nach Kopfballvorlage von Geis frei vor VfB-Torhüter Bredlow stand - und wuchtig ins Tor schoss.

VfB Stuttgart dreht spät auf

Aber spätestens nach 30 Minuten drehte dann der VfB auf. Erst traf der eingewechselte Wamangituka per Handelfmeter, der ebenfalls erst durch den Videobeweis ermöglicht worden war. Wenige Sekunden später traf Gomez aus der Drehung mit links - und legte dann auch noch für Förster vor, der nur noch einschieben musste.

REDAKTION
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