Trainer Ludovic Magnin und sein Co-Trainer Alfons Higl auf der Bank des FC Zürich. (Foto: Imago, imago)

Fußball | 2. Bundesliga VfB-Trainersuche: Warum nicht Ludovic Magnin?

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Die besinnliche Zeit ist schnell vorbei gegangen. Aktuell sind Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat auf der Suche nach einem Nachfolger von Tim Walter. Wäre ein Meisterspieler von 2007 der Richtige?

VfB-Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger und Sportdirektor Sven Mislintat waren laut eines Vereinssprechers "zeitlich und örtlich" am Freitag nicht greifbar auf dem Wasen. Höchstwahrscheinlich sind beide unterwegs in Sachen Nachfolge von Tim Walter. Gut möglich, dass beide den Weg nach Zürich gesucht haben. Dort findet man einen Trainer beim FC Zürich, der es zur Zeit versteht, mit einer auf Ballbesitz ausgerichteten Truppe recht erfolgreich Fußball spielen zu lassen - Ludovic Magnin.

Seit Ende Oktober ist der FC Zürich das, nach Punkten betrachtet, erfolgreichste Team der Schweizer "Super League": Mit sechs Siegen in den letzten sieben Spielen steht der FCZ derzeit auf Platz vier. Allerdings beträgt der Abstand auf Tabellenführer Young Boys Bern acht Punkte. In Zürich hat Magnin eine Entwicklung vom Nachwuchstrainer bis zum Verantwortlichen der Profis hinter sich.

Zu Beginn der Saison lief es noch alles andere als rund für Magnin und seinen Co-Trainer Alfons Higl (Assistent 2007 unter Meistertrainer Armin Veh beim VfB Stuttgart). Es hat etwas gedauert, bis das Team den Fußball umsetzt, den der 40-Jährige in seinem Kopf hat. Nachdem er aber einigen Nachwuchskräften sein Vertrauen gegeben hat, funktioniert es. Auch weil Magnin das Thema Ballbesitz nicht als alternativlos betrachtet.

Ein Vorteil von Ludovic Magnin, neben seinem sonnigen Gemüt, ist, dass er bestens mit Thomas Hitzlsperger kann. Beide standen 2007 im Meisterkader des VfB Stuttgart. Beide schätzen sich seit dieser Zeit sehr und sind so etwas wie "best buddies". "Ich kenne Hitze, das ist jemand, den ich sehr schätze. Er war Teil meiner Clique damals in Stuttgart, wird haben uns oft getroffen", so Magnin Ende Februar gegenüber den Stuttgarter Nachrichten. Damals war Hitzlsperger ganz frisch im Amt des Sportvorstands, und der VfB stand im Abstiegskampf der Bundesliga. Damals konnte sich Magnin noch nicht vorstellen, einem Ruf seines Kumpels auf den Wasen zu folgen. Aber die Zeiten haben sich geändert und der Profifußball ist ein sehr schnelllebiges Geschäft. Könnte Ludovic Magnin also eine interessante Alternative für den VfB Stuttgart sein?

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