Der VfB Stuttgart bejubelt den Sieg über den Hamburger SV (Foto: Imago, Pressefoto Baumann)

Fußball | DFB-Pokal Der VfB jubelt: "Wir haben die Reaktion gezeigt, die wir zeigen mussten"

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Nach dem 2:6 beim Hamburger SV und der dritten Ligapleite in Folge drohte der VfB Stuttgart in eine massive Krise abzurutschen. Durch den 2:1-Sieg nach Verlängerung im DFB-Pokal bei den Hanseaten haben sich die Schwaben zumindest vorerst rehabilitiert.

Die Erleichterung beim VfB Stuttgart war nach dem Pokalerfolg beim Hamburger SV riesengroß. Trainer Tim Walter herzte seine Profis und bekam das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht, der Frust nach der 2:6-Blamage an der Elbe drei Tage zuvor war unbändiger Freude gewichen.

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Gonzalo Castro: "Das gibt uns einen Schub"

"Wir wollten unbedingt eine Reaktion und ein anderes Gesicht zeigen - das ist uns über 120 Minuten gelungen", sagte Gonzalo Castro nach dem 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung und dem Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals: "Ich bin sehr froh, dass wir nach drei Spielen ohne Sieg wieder gewonnen haben, das gibt uns einen Schub." Ähnlich sah es Holger Badstuber, der bei der Liga-Klatsche noch gesperrt gefehlt hatte: "Nach so einer Niederlage, wie wir sie hinnehmen mussten, musst du eine Reaktion zeigen - und die haben wir heute gezeigt."

Badstuber bewies seine Bedeutung für das Spiel des VfB bereits in der zweiten Minute, als er mit einem Traumpass Philipp Förster auf die Reise schickte, der von HSV-Abwehrspieler Gideon Jung nur per Foul gestoppt werden konnte. Es gab Elfmeter für Stuttgart, den Nicolas Gonzalez eiskalt verwandelte. Kurz vor Ende der Verlängerung traf dann der eingewechselte Hamadi Al Ghaddioui (113.) nach einem Angriff über Silas Wamangituka und Atakan Karazor zum Siegtor. Für den HSV war der zwischenzeitliche Ausgleich durch Aaron Hunt (16./Foulelfmeter) im Duell der beiden Top-Teams der 2. Liga zu wenig.

Walter: "Haben auf die Fresse bekommen und uns nun Respekt verdient"

"Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft, weil sie eine tolle Moral bewiesen hat", sagte Walter: "Wir haben schön auf die Fresse bekommen und heute gezeigt, dass wir Respekt verdient haben."

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Walters Joker Hamadi Al Ghaddioui sticht

Der VfB-Coach bewies mit seiner Einwechslung von Al Ghaddioui für Orel Mangala ein gutes Händchen. Der Angreifer war gerade 209 Sekunden auf dem Platz, als er zum Sieg für Stuttgart traf. Der im Sommer von Jahn Regensburg gekommene Stürmer hatte schon in der ersten DFB-Pokalrunde gegen Hansa Rostock (1:0) den entscheidenden Treffer erzielt.

"Wir haben heute alles rausgehauen und einen guten Fight über 120 Minuten abgeliefert. Es ist zwar mein Job als Mittelstürmer, ich muss Tore machen, aber es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man in der Verlängerung gewinnt und du dabei den entscheidenden Treffer machst, vor allem mit der deutlichen Pleite im Ligaspiel im Hinterkopf", sagte Al Ghaddioui: "Wir haben eine gute Mentalität an den Tag gelegt und freuen uns, dass wir dafür belohnt wurden."

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Al Ghaddioui: "Müssen den Schwung mit in die Liga nehmen"

Der 29-Jährige weiß aber auch, dass die VfB-Profis jetzt kurz durchatmen können, dann aber in der 2. Bundesliga nachlegen müssen. Dort trifft der VfB am kommenden Wochende (Sonntag, 13:30 Uhr) auf Dynamo Dresden. Und da ist ein Dreier nach drei Pleiten in Folge Pflicht. Dementsprechend fiel die Ansage von Al Ghaddioui aus: "Dieser Sieg heute stärkt unser Selbstbewusstsein. Jetzt müssen wir den Schwung mit in die Liga nehmen."

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