Tim Leibold vom 1. FC Nürnberg gegen Dennis Aogo vom VFB Stutgart (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga So will der VfB Stuttgart "dem Druck standhalten"

Für den VfB Stuttgart steht am Samstag (15:30 Uhr) ein richtungsweisendes Spiel an. Der Tabellen-16. empfängt den Vorletzten 1. FC Nürnberg. VfB-Trainer Markus Weinzierl fordert seine Mannschaft auf, dem Druck standzuhalten.

Für Weinzierl zählen vor dem brisanten Kellerduell weder psychologische Komponenten, noch etwaige Rechenspiele. "Ich rechne nicht - und ich halte mich im Abstiegskampf auch nicht mit Gefühlen auf, es zählen allein die Ergebnisse und Fakten", sagte Weinzierl. Ihm sei auch "wurscht, wer mehr Druck hat", betonte der 44-Jährige. "Wir haben auf jeden Fall Druck, dem gilt es standzuhalten."

VfB will "schwierige Saison reparieren"

Gleichzeitg forderte der VfB-Coach eine breite Brust von seinen Profis. "Wir sehen uns in der Lage, Nürnberg zu besiegen. Es ist eine große Aufgabe, die Mannschaft hat aber den Glauben, diese schwierige Saison zu reparieren", betonte Weinzierl.

Näher ran an Augsburg und Schalke

Mit einem Erfolg könnte der krisengeplagte VfB möglicherweise den Abstand auf Augsburg (gegen Hoffenheim) und Schalke (gegen Frankfurt), die mit fünf beziehungsweise sechs Punkten Vorsprung die Nichtabstiegsplätze belegen, verringern.

Weinzierl erwartet ein Geduldsspiel

Im schlimmsten Fall würde jedoch Nürnberg bis auf einen Punkt an die Schwaben heranrücken. Doch mit diesem Szenario mag sich Weinzierl nicht beschäftigen. "Wir wollen siegen, um die Chance hochzuhalten, die Klasse direkt zu halten." Dabei erwartet er ein "Geduldsspiel, ein hartes Stück Arbeit. Auch wenn Nürnberg eigentlich gewinnen muss, werden sie uns nicht ins offene Messer laufen", sagte der VfB-Coach.

Verzichten muss er auf die verletzten Routiniers Gonzalo Castro und Christian Gentner. Borna Sosa und Charles Akolo sind angeschlagen und fraglich.

Dass es Spekulationen um seine eigene Zukunft beim VfB gibt, sei ihm nicht "völlig wurscht, da würde ich lügen", sagte Weinzierl. "Aber wenn ich mich damit groß auseinandersetzen würde, wäre es auch nicht richtig. Ich konzentriere mich auf die Mannschaft. Ich merke eine positive Entwicklung. Das ist die Diskussionsgrundlage." Als Nachfolger soll der Österreicher Oliver Glasner vom Linzer ASK im Gespräch sein. Weinzierl besitzt in Stuttgart noch einen Vertrag bis 2020, dieser gilt allerdings nicht für die 2. Liga.

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