Benjamin Pavard sitzt im Anzug auf der Spielerbank (Foto: Imago, Pressefoto Rudel/Robin Rudel)

Bundesliga | VfB Stuttgart Benjamin Pavard wechselt im Sommer zum FC Bayern

Nun steht es fest: Wie SWR Sport bereits im Juli berichtete, wechselt Benjamin Pavard im Sommer 2019 zum FC Bayern München. Der Transfer wurde bereits von Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic bestätigt.

Der FC Bayern München verpflichtet erwartungsgemäß Weltmeister Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart. Wie der Münchner Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Mittwoch im Trainingslager in Doha bekanntgab, unterschrieb der 22-jährige Franzose einen ab Sommer gültigen Vertrag über fünf Jahre. "Das ist ein junger Spieler, der Weltmeister ist. Wir sind sehr froh und stolz", sagte Salihamidzic über den Verteidiger. Pavard kann Stuttgart dank einer Ausstiegsklausel für eine Ablösesumme in Höhe von 35 Millionen Euro verlassen.

🗣️ @Brazzo: "Ich kann vermelden, dass wir Benjamin Pavard ab 1. Juli 2019 für uns verpflichten konnten. Er hat einen Fünfjahresvertrag unterschrieben." https://t.co/p8cmy8yqAl

Michael Reschke, Sportvorstand des VfB Stuttgart, wollte den Transfer im Sommer noch nicht bestätigen, ließ jedoch verlauten: "Wir waren darüber informiert, dass sich Benji und die Bayern in Vertragsgesprächen befinden. Wir können einen Wechsel von Benji aber erst dann offiziell bestätigen, wenn es unterschriebene Transferverträge gibt."

Die Reaktionen der Fans in Stuttgart auf die Nachricht vom Mittwochmorgen fallen unterschiedlich aus.

SWR-Bericht vom Juli 2018 bestätigt

Bereits im Juli hatte SWR Sport exklusiv berichtet, dass es im Sommer 2019 zu einem Wechsel von VfB-Verteidiger Benjamin Pavard zum FC Bayern München kommen wird. Dieser Transfer wurde nun durch den FC Bayern München bestätigt.

In der bevorstehenden Rückrunde der Fußball-Bundesliga soll Pavard zunächst noch mithelfen, den drohendenden Abstieg des VfB zu verhindern. Ob der Abwehrspieler aber zum Auftakt der zweiten Halbserie am 19. Januar gegen den FSV Mainz 05 mitwirken kann, ist fragwürdig.

Aufgrund eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel reiste der Franzose nicht mit ins Trainingslager im spanischen La Manga, sondern absolviert in Stuttgart ein individuelles Programm. Bereits die letzten drei Bundesligapartien vor der Winterpause hatte der Stammspieler verpasst.

Vom Zweitligaverteidiger zum Weltmeister

Im Sommer 2016 kam Benjamin Pavard als 20-Jähriger vom französischen Erstligisten OSC Lille zum VfB Stuttgart. Abslösesumme: Fünf Millionen Euro. Damals spielte der VfB Stuttgart in der 2. Bundesliga, wo Pavard nachhaltig mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen konnte.

Mit dem VfB Stuttgart feierte der Franzose im Mai 2017 den Aufstieg in die Bundesliga. Seine Qualitäten erkannte auch Didier Deschamps, der Pavard im November 2017 erstmals in die französische Nationalmannschaft berief. Mittlerweile kommt der Verteidiger auf 18 A-Länderspiele. Den größten Erfolg feierte Benjamin Pavard im Sommer 2018, als er mit Frankreich den WM-Titel in Russland holte.

Fußball | Bundesliga Diese VfB-Stars wechselten zum FC Bayern

Dieter Hoeneß in Diensten des VfB Stuttgart (Foto: Imago, imago/Pressefoto Baumann)
1977 schaffte der VfB Stuttgart den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Maßgeblich daran beteiligt: Mittelstürmer Dieter Hoeneß. Nur zwei Jahre später zog es den gebürtigen Ulmer für kleines Geld zum FC Bayern München, wo sein Bruder Uli im Mai 1979 das Management übernommen hatte. Imago imago/Pressefoto Baumann Bild in Detailansicht öffnen
1982 tat es ihm Bernd Martin gleich. Der Rechtsverteidiger, der aus der Jugend des VfB gekommen war und in Stuttgart zum Nationalspieler wurde, wechselte zum FC Bayern. In München blieb Martin der große Durchbruch allerdings verwehrt. Imago imago/Pressefoto Baumann Bild in Detailansicht öffnen
Nach dem DFB-Pokal-Gewinn in der Saison 1996/1997 entschied sich auch VfB-Star Giovane Elber für einen Tapetenwechsel. Beim FC Bayern München erlebte der Brasilianer seine erfolgreichste Zeit, feierte unter anderem vier Meistertitel und den Gewinn der Champions League. Imago imago sportfotodienst Bild in Detailansicht öffnen
2001 zog es Pablo Thiam von Stuttgart nach München. Das Schlimmste für die VfB-Fans am Transfer des Mittelfeldspielers: Für den Mann aus Guinea zahlte der FC Bayern nicht einen Cent. Beim VfL Wolfsburg wurde Thiam später zur Legende. Imago imago/Sportfoto Rudel Bild in Detailansicht öffnen
Der wohl schmerzhafteste Abgang für die VfB-Fans: Im Sommer 2009 schloss sich Eigengewächs Mario Gómez dem FC Bayern für kolportierte 30 Millionen Euro an. Mit dem VfB feierte Gomez zwei Jahre zuvor die deutsche Meisterschaft und wurde in der Saison 2007/2008 Bundesliga-Torschützenkönig. Mittlerweile ist der ehemalige deutsche Nationalspieler zu seinem Ausbildungsverein zurückgekehrt. Imago imago sportfotodienst Bild in Detailansicht öffnen
Der Wechsel von Sven Ulreich zum deutschen Rekordmeister am 1. Juli 2015 stieß bei vielen VfB-Anhängern auf Unverständnis. Denn Ulreich ging als klare Nummer zwei - hinter Nationaltorhüter Manuel Neuer - nach München, nachdem er beim VfB Stammkraft und Identifikationsfigur war. Imago imago/Sven Simon Bild in Detailansicht öffnen
Nur einen Tag später wechselte ein weiterer VfB-Star zum FC Bayern. Obwohl Joshua Kimmich vor seinem Transfer für RB Leipzig aufgelaufen war, floss die Ablöse für den ehemaligen Stuttgarter Nachwuchskicker an den VfB. Stuttgart hatte vor Kimmichs Wechsel nach München dessen Transferrechte per Vertragsklausel zurückerworben und ihn für kolportierte 8,5 Millionen Euro direkt an den FCB weiterverkauft. imago/Pressefoto Baumann Bild in Detailansicht öffnen
Am 9. Januar 2019 bestätigte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic den Transfer von Bejamin Pavard zum deutschen Rekordmeister offiziell. Die Münchner aktivieren damit die 35 Millionen Euro teure Ausstiegsklausel im Vertrag des französischen Weltmeisters. In München erhält Pavard im Sommer einen Fünfjahresvertrag. Imago imago/Sven Simon Bild in Detailansicht öffnen
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