Hannes Wolf, der ehemalige Trainer des VfB Stuttgart (Foto: picture-alliance / dpa)

Bundesliga | VfB Stuttgart Hannes Wolf findet den Korkut-Rauswurf "krass"

Der VfB Stuttgart hat sich vor wenigen Tagen von Cheftrainer Tayfun Korkut getrennt. Eine "krasse" Entscheidung, findet Korkuts Vorgänger Hannes Wolf.

Wolf ist überrascht über das Vorgehen von VfB-Sportvorstand Michael Reschke bei der Trennung von seinem Nachfolger Korkut. "Das ist schon krass, dass sich das innerhalb von ein paar Stunden so dreht und das klar ist, dass man es vorher schon wusste, zumindest, dass es passieren kann", sagte Wolf gegenüber "kicker.tv".

Reschke hatte nach der VfB-Pleite in Hannover zunächst gesagt, in Stuttgart stehe man hinter dem Trainer. Korkut war dann am nächsten Morgen entlassen worden.

"Das kam unglücklich rüber"

"In dem Moment, wo Michael ein Interview gibt, ist es natürlich schwierig, etwas anderes zu sagen", relativierte Wolf anschließend: "Es gibt natürlich immer auch Zwänge, was man sagen darf, gerade in der Öffentlichkeit. Aber das kam jetzt natürlich etwas unglücklich rüber."

Dauer

"Besser wäre gar kein Interview gewesen"

"Die beste Möglichkeit wäre gewesen, gar kein Interview zu geben. Ich glaube nicht, dass man das muss. Da hätte man als Sportdirektor auch einfach darauf verzichten können", befand Wolf abschließend zum Verhalten Reschkes.

Insgesamt kann Wolf die Pläne seines ehemaligen Arbeitgebers nicht nachvollziehen. "Das finde ich in der Entwicklung des Vereins schon extrem", sagte er mit Blick auf den Strategiewechsel bei den Verpflichtungen von Spielern: "Da bin ich gespannt, auch mit welcher Spielphilosophie und mit welcher Art von Fußball sie da raus kommen. Weil das jetzt auch nicht klar ist, wofür sie jetzt stehen."

"Es brodelt mal hier und da"

Wolf war mit dem VfB 2017 Meister in der 2. Liga geworden. Im Januar trennten sich die Wege, Nachfolger wurde Korkut. Inzwischen hat Wolf wieder Lust auf ein neues Engagement. Zu Anfragen sagte er: "Es brodelt mal hier und da. Es muss auch passen. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt."

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