Markus Weinzierl, Trainer des VfB Stuttgart (Foto: Imago, Sportfoto Rudel)

Fußball |Bundesliga Weinzierl: "Wollen am 34. Spieltag über dem Strich stehen"

In der Länderspielpause hat Markus Weinzierl noch einmal Zeit zum durchschnaufen, bevor für den Trainer des VfB Stuttgart und seine Mannschaft der Endspurt in der Bundesliga ansteht. Im exklusiven SWR-Sport-Interview blickt der 44-Jährige voraus.

Die spielfreie Zeit will Weinzierl nutzen, um sein Team "bereits jetzt zielgerichtet auf Frankfurt vorzubereiten". Die Eintracht ist nach der Pause der nächste VfB-Gegner.

Dauer

Für die Stuttgarter stehen noch acht Spiele an. Acht Spiele, in denen die Schwaben eine bisher verkorkste Saison noch retten wollen, indem sie doch noch den direkten Klassenerhalt schaffen. Aktuell liegt der VfB auf dem Relegationsrang 16 und hat drei Punkte Abstand zum rettenden Ufer.

"Wollen direkt in der Liga bleiben"

In Frankfurt will Weinzierl mit seiner Mannschaft den Grundstein dafür legen, auch in der nächsten Saison in der Bundesliga zu spielen. "Es geht für uns darum, dass wir es am letzten Spieltag geschafft haben werden, direkt in der Liga zu bleiben. Wir denken zwar von Spiel zu Spiel, wollen aber möglichst immer etwas mitnehmen", so Weinzierl.

Der Coach selbst stand vor einigen Wochen nach der 0:3-Pleite des VfB in Düsseldorf zur Disposition. Doch die Stuttgarter Bosse vertrauten ihm und setzten stattdessen Sportvorstand Michael Reschke vor die Tür. Seitdem gelang es Weinzierl, seiner Mannschaft eine gewisse Stabilität zu vermitteln. Gegen Leipzig (1:3), in Bremen (1:1), gegen Hannover (5:1), in Dortmund (1:3) und gegen Hoffenheim (1:1) zeigte sich der VfB im Vergleich zu den vorherigen Spielen deutlich verbessert.

"Diese Spielweise muss unsere Basis sein"

Ein Prozess, den Weinzierl fortsetzen will. "Ich habe versucht, die einzelnen Spieler besser kennenzulernen. Jeder hat bei mir seine Chance bekommen. Es ist uns gelungen, eine Mannschaft zu finden, die seit fünf Wochen stabil agiert, die defensiv sehr kompakt spielt. Offensiv können wir uns natürlich noch verbessern", sagte er, weiß aber auch: "Wir haben nur fünf Punkte geholt in diesen Spielen, weil auch gute Gegner dabei waren. Dennoch muss diese Spielweise unsere Basis sein, um weiter zu punkten."

"Klar, dass es auch Unzufriedene gibt"

Dass diese Stabilität einhergeht mit einer Anfangsformation, in der es zuletzt kaum Wechsel gab, nimmt Weinzierl in Kauf. "Alle wollen spielen. Es ist schwierig den Jungs zu sagen, dass sie draußen sitzen. Aber ich kann nur elf Spieler aufstellen. Wir haben 21 Profis - da kann sich jeder ausrechnen, dass es auch Unzufriedene gibt.

Letztlich, so Weinzierl, geht es bei allen Maßnahmen nur um eines: "Wir müssen noch Punkte gut machen, um unser großes Ziel zu erreichen, am 34. Spieltag über dem Strich zu stehen."

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