Nico Willig will seine Spieler mit dem "Relegationspokal" motivieren (Foto: Imago, imago images / Pressefoto Baumann)

Fußball | Bundesliga Nico Willig und sein Mantra vom "Relegationspokal"

Der VfB Stuttgart will aus eigener Kraft den 16. Tabellenplatz in der Bundesliga sichern. Am Samstag soll daher ein Sieg gegen den VfL Wolfsburg her.

Nico Willig und seine Wortschöpfung "Relegationspokal". Der Interimscoach des VfB Stuttgart hat bei seinem Amtsantritt diese Vokabel unters Volk gebracht - als Motivationsspritze für seine mental angeschlagenen Profis. Damit meint er, dass er mit seiner Mannschaft zum Saisonende auf dem 16. Tabellenplatz stehen will, um über die Relegationsspiele gegen den Dritten der 2. Bundesliga den Abstieg zu verhindern.

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Halbfinale im Relegationspokal

Offensichtlich lässt die Kreativ-Vokabel den Coach der VfB-Profis nun aber nicht mehr los. Keine Pressekonferenz, kein Interview, bei dem Willig diesen Begriff nicht verwendet. Auch am Donnerstag streute er ihn wieder in die Gehörgänge der anwesenden Medienvertreter. Als er gefragt wurde, welche Rolle die Ergebnisse der Konkurrenz im Abstiegskampf am Samstag für ihn spielten, sagte Willig: "Keine. Für mich ist dieses Spiel ein Halbfinale um dieses Relegationspokal-Endspiel. Wenn wir es gewinnen, dann brauche ich kein anderes Ergebnis auf einem anderen Platz." Am Samstag treffen die Schwaben im letzten Heimspiel der Saison auf den VfL Wolfsburg (Samstag, 15:30 Uhr live in Ausschnitten in SWR1 Stadion).

"Wir wollen in diesem Wettrennen Dynamik aufnehmen. Wir wollen nicht schauen, dass die anderen stehen bleiben, sondern wir wollen diesen Schritt gehen." Stuttgart steht zwei Spieltage vor dem Saisonende auf dem Relegationsplatz und hat einen Vorsprung auf die Verfolger aus Nürnberg (fünf Punkte) und Hannover (sechs Punkte). Bei Erfolgen der Konkurrenten ist der VfB nur mit einem eigenen Sieg vor dem direkten Abstieg in die 2. Liga gerettet.

Kapitän Gentner ist wieder an Bord

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Dabei muss der VfB dabei auf den am Knie verletzten Andreas Beck verzichten. Kapitän Christian Gentner soll nach seinem Comeback beim 1:3 gegen Hertha BSC erstmals seit seiner Verletzung wieder in der Startelf stehen. "Gentner ist Kapitän dieser Mannschaft, und eine Mannschaft braucht ihren Kapitän auf dem Platz", sagte Willig. Damit es auch klappt - mit dem Einzug ins "Relegationspokal-Finale."

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