Nico Willig, Trainer des VfB Stuttgart (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Bundesliga | VfB Stuttgart Nico Willig zum Rückspiel bei Union: "Das wird kein dünnes Brett für uns"

Der VfB Stuttgart steht vor dem wichtigsten Spiel der Saison. Im Relegationsrückspiel bei Union Berlin (Montag, 20:30 Uhr) entscheidet sich, ob die Schwaben den Klassenerhalt doch noch schaffen.

Die Stimmung beim VfB ist angespannt, denn die Ausgangslage spricht nach dem 2:2 im Hinspiel für Union. Für den erstmaligen Sprung in die Bundesliga reicht den Eisernen schon ein torloses Unentschieden oder ein 1:1, die Stuttgarter müssen hingegen von Beginn an nach vorne spielen.

Nico Willig spricht von "Wahnsinn"

"Das wird kein dünnes Brett bei der Einstellung und der Euphorie, die da herrscht", sagte VfB-Interimstrainer Nico Willig mit Blick auf die brisante Partie: "Dieses Spiel ist ein besonderes Spiel, es ist ein Hexenkessel. Die Rahmenbedingungen sind Wahnsinn, die Situation drumherum ist etwas ganz, ganz Besonderes, was Einmaliges."

Die Statistik spricht für Berlin. Union hat als heimstärkstes Team der 2. Liga diese Saison erst ein Spiel vor eigener Kulisse verloren, ließ 14 Mal kein Gegentor zu. Stuttgart holte gerade einmal sechs Auswärtspunkte, konnte nur einmal auf fremdem Platz gewinnen.

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Die Statistik spricht für Berlin

"Das hat uns alles nicht zu interessieren», sagte Torwart Ron-Robert Zieler über die Zahlen: "Wir sind definitiv in der Lage dazu, dort zu gewinnen. Wir sind der Bundesligist."

Willig macht in Zweckoptimismus

Bei den Schwaben ist man deutlich um Zweckoptimismus bemüht. Noch habe es der VfB "in der eigenen Hand", so Coach Willig: "Wir müssen jetzt einfach gut sein und Dinge wesentlich besser machen, um zu gewinnen. Wir müssen uns im gegnerischen und in unserem eigenen Strafraum deutlich steigern." Es gab in dieser Saison aber schon "Phasen, wo wir einem schlechten Ergebnis ein richtig gutes haben folgen lassen. Das gibt auch Kraft". Dem VfB droht nach 1975 und 2016 der dritte Abstieg.

Bangen um Daniel Didavi

Bangen muss Stuttgart um den Einsatz von Daniel Didavi. Den Spielmacher würden "muskuläre Probleme" plagen. "Hinter ihm steht ein richtig großes Fragezeichen", sagte Willig.

Didavi war beim enttäuschenden 2:2 im Hinspiel zur Pause ausgewechselt worden. Santiago Ascacibar steht dagegen nach fünfwöchiger Sperre wegen seiner Spuckattacke gegen Leverkusens Kai Havertz wieder zur Verfügung. "Ob er direkt in die Mannschaft rückt, wird auch von Didavi abhängen", sagte Willig über den Argentinier.

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Magath glaubt an den VfB

Ex-Trainer Felix Magath glaubt indes an einen Klassenerhalt des VfB Stuttgart. "Ich gehe davon aus, dass der VfB nächste Saison in der Bundesliga spielt. In der ersten Partie haben sie sich zwar unnötig schwer getan, aber trotzdem hatte ich den Eindruck, dass ihre Qualität höher ist als die von Union Berlin."

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