Mario Gomez vom VfB Stuttgart (Foto: Imago, Revierfoto)

Fußball | Bundesliga Mario Gomez: "Wir werden in Berlin zurückschlagen"

Nur 2:2 gegen Union Berlin: Beim VfB Stuttgart sind Verantwortliche und Spieler nach dem Remis im ersten Relegationsspiel - noch dazu vor heimischer Kulisse - alles andere als zufrieden. Vor dem Rückspiel (Montag, 20:30 Uhr) macht Angreifer Mario Gomez eine Kampfansage.

"Wir dürfen die Köpfe nicht hängen lassen", sagte VfB-Angreifer Mario Gomez im Interview mit SWR Sport nach dem 2:2 gegen Union Berlin. Er forderte, das zweite Spiel gegen die Köpenicker mit breiterer Brust als die erste Partie anzugehen: "Ich verstehe die Enttäuschung bei allen, aber wir dürfen jetzt nicht die Köpfe hängen lassen, sondern müssen uns aufrichten." Der Ex-Nationalstürmer weiß aber auch, dass es schwierig wird: "Wir wissen, dass wir dort gewinnen oder mindestens zwei Tore erzielen müssen. Das ist schwer, aber nicht unmöglich."

Dauer

Die Entwicklung unter Willig, der die Mannschaft nach dem 30. Spieltag für den entlassenen Markus Weinzierl übernahm, macht Gomez dabei Mut. "2019 ist es nicht mehr so, dass man den Zweitligisten einfach 3:0 putzt. Auch wenn die Fans das vielleicht erwartet haben. Trotzdem haben wir unter unserem neuen Trainer gezeigt, dass wir sehr stabil sind. Das werden wir dann am Montag zeigen und zurückschlagen."

Gomez mit leiser Kritik an den Fans

Nach dem Spiel kassierten die VfB-Fans Pfiffe von den Fans - was Gomez missfiel. Der 33-Jährige machte seinem Unmut hierüber deutlich Luft. "Die ganze Stimmung jetzt, gefällt mir nicht", sagte Gomez bei Eurosport: "Es ist klar, die ganze Saison haben wir nichts geboten. Den Fans steht es bis zum Hals und uns steht es bis zum Hals. Dass da die Emotionen raus müssen, ist klar. Der Großteil der Kurve hat uns dann am Ende doch noch gepusht. Ich hoffe, dass wir die Fans auch in Berlin haben."

Dauer

VfB-Interimscoach Willig indes versuchte erst gar nicht, seine Enttäuschung zu verbergen. "Wir haben uns das sicher anders vorgestellt", sagte der 38-Jährige: "Wir wollten den ersten Schritt zum Gewinnen dieser Relegation machen."

Dem VfB droht der nächste Absturz in die Zweitklassigkeit

Doch stattdessen steht Willigs Mannschaft vor dem Rückspiel im Stadion An der Alten Försterei mit dem Rücken zur Wand. Dem VfB droht der nächste Absturz in die Zweitklassigkeit nach 2016.

Niedergeschlagene Spieler des VfB Stuttgart (Foto: Imago, Avanti)
Niedergeschlagene Spieler des VfB Stuttgart Imago Avanti

Im Hinspiel verspielte Stuttgart fahrlässig eine bessere Ausgangsposition. Schließlich lag der Tabellen-16. der abgelaufenen Saison zweimal in Führung. Christian Gentner (42. Minute) brachte den VfB in Front , der nach der Pause der eingewechselte Gomez (51.) sorgte für das zwischenzeitliche 2:1, doch beide Treffer brachten den über weite Strecken ideenlosen Stuttgartern vor 58.619 Zuschauern keine Ruhe. Stattdessen schockten die Berliner Suleiman Abdullahi (43.) und Marvin Friedrich (68.) die Schwaben mit dem zweimaligen Ausgleich. Der Vorteil liegt dank der bedeutsamen Auswärtstore nun bei Union - das in dieser Saison zudem nur ein Zweitliga-Heimspiel verloren hat.

Dauer

Willig: "Es ist erst Halbzeit"

Beim VfB gibt man sich trotzdem kämpferisch. "Es ist erst Halbzeit. Wir müssen am Montag in Berlin einfach gewinnen. Das ist ein ganz packendes Finale, das wir für uns entscheiden müssen", sagte Willig, während Kapitän Christian Gentner die Aussicht für Stuttgart auf 50 Prozent bezifferte: "Minimum fifty-fity stehen die Chancen, meiner Meinung nach. Das Spiel geht wieder bei 0:0 los, wir können dort gewinnen. Es wird ein Endspiel."

Dauer

Allen Durchhalteparolen zum Trotz ist aber klar, dass eine Leistung wie im ersten Relegationsspiel in Berlin nicht reichen dürfte, um dem Abstieg zu entgehen. Der VfB Stuttgart muss den Worten jetzt Taten folgen lassen.

STAND