Die Mannschaft des VfB-Stuttgart feiert ihren ersten Saisonsieg gegen Werder Bremen am sechsten Spieltag vor den heimischen Fans. (Foto: SWR)

Bundesliga | VfB Stuttgart Werder Bremen – VfB Stuttgart: Sieben Fakten zum Spiel

Der VfB Stuttgart weist die schlechteste Bilanz seiner Bundesliga-Geschichte auf. Gegen Werder Bremen wollen die Schwaben den ersten Sieg seit sieben Spielen einfahren. Ein Blick in Statistik und Geschichtsbuch liefert Gründe dafür – aber auch dagegen.

1. In Bremen nur wenig zu holen

In den letzten neun Bundesliga-Duellen beider Teams gab es keinen Auswärtssieg. Aus den letzten zwei Partien (beide in Stuttgart) ging der VfB mit 2:0 und 2:1 als Sieger hervor. In Bremen gelang den Stuttgartern zuletzt im Jahr 2006 ein Sieg, seitdem gab es für die Schwaben an der Weser vier Remis und sechs Niederlagen.

2. Kuriositäten-Kabinett in der Hinrunde

Im Hinrunden-Heimspiel gegen Werder feierte der VfB seinen ersten Saisonsieg. Das 2:1 bleibt aber vor allem durch eines der kuriosesten Tore der Bundesliga-Geschichte in Erinnerung: In der 68. Minute überraschte VfB-Spieler Borna Sosa mit einem Einwurf seinen eigenen Torwart Ron-Robert Zieler, der sich gerade die Schuhe band, den Ball noch leicht abfälschte und somit ein Eigentor verursachte.

VfB-Torwart Ron-Robert Zieler schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Vor ihm jubeln Claudio Pizarro und Max Kruse (Foto: SWR)
VfB-Torwart Ron-Robert Zieler kann es nicht fassen: Nach dem Einwurf seines Mitspielers Borna Sosa berührt er den Ball noch leicht und erzielt damit eins der kuriosesten Eigentore der Bundesliga-Historie

3. Zwei Legenden in der Spitze

Mit Claudio Pizarro und Mario Gomez treffen zwei Stürmer-Legenden der Bundesliga aufeinander. Das Duo kommt zusammen auf 363 Bundesliga-Tore, in der Torschützenliste der aktiven Spieler belegen sie Platz 1 und 3. In der Saison 2012/13 waren die beiden Teamkollegen und Konkurrenten beim FC Bayern, holten in dieser Saison das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League.

4. Die Rache für ‘86

In der Saison 1985/86 vermieste der VfB Stuttgart den Bremern die große Chance zur Meisterschaft auf der Zielgeraden: Werder brauchte am letzten Spieltag nur noch einen Punkt, um die Schale hochhalten zu dürfen. Jedoch besiegte Stuttgart die Grün-Weißen im Neckarstadion mit 2:1, sicherte sich damit das Ticket für den UEFA-Pokal und bescherte Bayern München somit die Meisterschaft.

5. Bremen schwach gegen die Schwachen?

Stuttgart, Hannover und Nürnberg sind in der Tabelle ganz unten zu finden. In den bisherigen fünf Spielen gegen die Liga-Schlusslichter gaben die Hanseaten viermal Punkte ab (1:2 in Stuttgart, 1:1 gegen Hannover und zweimal 1:1 gegen Nürnberg – nur beim 1:0 in Hannover gab es drei Zähler).

6. Die Null steht… nur vorne

Stuttgart hat in den letzten neun Spielen nie zu null gespielt, kassierte bereits 50 Gegentreffer und blieb gleichzeitig offensiv elfmal torlos – Tiefstwert in der Liga. Bremen hingegen hat saisonübergreifend in den letzten 23 Spielen jeweils zumindest ein Tor erzielt.

7. Das erste Tor entscheidet

Bremen hat in dieser Saison noch kein Spiel nach Rückstand gewonnen. Das letzte Spiel drehten die Norddeutschen im Mai vergangenen Jahres in Mainz. Der VfB Stuttgart hat hingegen letztmals im April 2018 Punkte nach einer 1:0-Führung liegengelassen. Wenn es die Mannschaft von Markus Weinzierl also schafft, das erste Tor in Bremen zu schießen, könnte sich der VfB laut Statistik gute Chancen für den ersten Sieg in diesem Jahr ausrechnen.

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