Mit seinem Treffer Ausgleichstreffer gegen die TSG Hoffenheim machte sich VfB-Stuttgart-Stürmer Steven Zuber bei seinen alten Fans nicht gerade beliebt (Foto: Imago, imago images / DeFodi)

Bundesliga | VfB Stuttgart VfB-Stuttgart-Stürmer Steven Zuber bringt Hoffenheim gegen sich auf

Nach seinem Tor rannte VfB-Stuttgart-Stürmer Steven Zuber jubelnd in die Fankurve. Das Problem: Dort standen die Fans seines alten Vereins TSG Hoffenheim, und die fanden die Aktion gar nicht lustig.

Für VfB-Stuttgart-Stürmer Steven Zuber war es ein besonderes Spiel: "Als ich die Hoffenheimer Jungs hier einlaufen sah, war das ein spezielles Gefühl: Als würdest du dich mit deinen Kumpels auf dem Bolzplatz treffen, aber du bist mit der falschen Mannschaft unterwegs. Aber auf dem Platz war mir das scheißegal - da bin ich jetzt Stuttgarter durch und durch", sagte Zuber nach seinem Tor zum 1:1 Endstand gegen die TSG Hoffenheim im SWR-Interview.

Entsprechend euphorisch jubelte Zuber über sein wichtiges Tor gegen seinen alten Klub, der ihn bis zum Sommer an den VfB Stuttgart verliehen hat. Zuber hatte allerdings ein Problem: In der Fankurve, die er nach seinem Treffer ansteuerte, standen die Fans seines alten Klubs. Und die fanden die Aktion gar nicht lustig. Neue Freunde hat Zuber sich damit jedenfalls nicht gemacht. Auch sein alter Trainer Julian Nagelsmann fand die Aktion "nicht ganz so glücklich". Zuber verteidigte sich beim TV-Sender "Sky", das sei aber überhaupt nicht gegen die Jungs von Hoffenheim gedacht gewesen. Nach dem Spiel sei das Missverständniss jedoch ausgeräumt worden, teilte ein TSG-Sprecher am Sonntag mit, denn: "Er war nach der Partie in unserer Kabine und hat auch den Austausch mit Trainer Julian Nagelsmann und Manager Alexander Rosen gesucht."

Bleibt Steven Zuber über den Sommer hinaus beim VfB Stuttgart?

Das Verständnis war bei den mitgereisten Hoffenheim-Fans dennoch gering. Zuber wurde mit Schmähgesängen verabschiedet, und sollte er im Sommer - wie derzeit vorgesehen - zurückkehren, könnte der Empfang möglicherweise interessant werden. Daran verschwendet der Schweizer Nationalspieler aber keinen Gedanken, weil er sich beim VfB so wohlfühlt.

Seit Zuber da ist, zählt er genauso wie die anderen beiden Neuzugänge Alexander Esswein und Ozan Kabak zum Stammpersonal der Schwaben. Alle drei sind dank ihres Einsatzes maßgeblich am langsamen Aufschwung der Schwaben beteiligt. "Irgendwie ist das auch kein Zufall. Wenn ich auf den Trainingsplatz schaue, ist Steven Zuber der, der am längsten trainiert", sagte VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger. "Ich glaube, dass er ein sehr, sehr gutes Beispiel dafür ist, was man erreichen kann, wenn man an sich arbeitet." Fünf Tore hat er seit seinem Wechsel zu den Stuttgartern im Winter erzielt - und damit fünf mehr als zuvor in der Hinrunde für die TSG. "Er ist ein Top-Profi, der uns belohnt mit seinen guten Leistungen", sagte VfB-Coach Markus Weinzierl. Die in Hoffenheim aber nicht für einen Stammplatz gereicht hatten.

STAND