Mit seinem Doppelpack hat VfB-Stuttgart-Innenverteidiger Ozan Kabak das Keller-Duell gegen Hannover 96 schon vor der Pause entschieden (Foto: Imago, imago images / DeFodi)

Bundesliga | VfB Stuttgart VfB Stuttgart mit Befreiungsschlag gegen Hannover

Der VfB Stuttgart hat das Keller-Duell gegen Hannover 96 mit 5:1 für sich entschieden. Damit haben die Schwaben ihren leichten Aufwärtstrend fortgesetzt.

Großes Aufatmen beim VfB Stuttgart. Der 5:1-Sieg gegen Hannover 96 beschert den Schwaben nicht nur drei wertvolle Punkte im Abstiegskampf, sondern auch ein Fünf-Punkte-Polster auf den ersten direkten Abstiegsplatz. Zudem hat der VfB als Tabellen-16ter nach dem Sieg weiterhin nur zwei Punkte Rückstand auf den FC Augsburg (Platz 15).

Dauer

Vor allem in der ersten Halbzeit dominierte der VfB Stuttgart die völlig überforderten Hannoveraner fast nach Belieben. Mario Gomez, der zuletzt Mitte Dezember getroffen hatte, belohnte die Schwaben bereits nach vier Minuten. Freigespielt von Steven Zuber schoss der 33-Jährige von der Strafraumgrenze zur frühen Führung ein. Das Tor war auch für den zuletzt häufig kritisierten Stürmer ein Befreiungsschlag.

Ozan Kabak mit Doppelpack vor der Pause

Danach kam der große Auftritt von Innenverteidiger Ozan Kabak. Der 18-jährige Türke köpfte in der 16. und in der 45. Minute jeweils nach Eckbällen zum 3:0-Pausenstand ein. "Der Junge ist so abgeklärt für sein Alter. Ich bin erstaunt, wie reif er ist und wie er dazulernen will. Solche Spieler brauchen wir beim VfB Stuttgart", lobte VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger den Winterneuzugang.

Damit gelangen dem VfB Stuttgart in dieser Saison erstmals mehr als ein Treffer in der ersten Halbzeit - und es hätten sogar noch mehr sein müssen. Gomez (1./22./42.) und Santiago Ascacibar (44.) hatten weitere hochkarätige Chancen, scheiterten aber an Hannovers starkem Torhüter Esser.

Steven Zuber erlöst die VfB-Fans

Nach der Pause brachte der Treffer von 96-Stürmer Jonathas (68.) den VfB Stuttgart kurzzeitig aus dem Konzept. Doch als Hannover sein Heil in der Offensive suchte, schlugen die Gastgeber eiskalt zu. Steven Zuber, in der Winterpause aus Hoffenheim gekommen, erlöste die VfB-Fans innerhalb weniger Minuten mit einem Doppelpack (78./81.).

Stuttgart mit neuer Luft im Abstiegskampf

"Wir haben den Befreiungsschlag herbeigesehnt. Man merkt, dass eine Last abfällt. Es war ein verdienter Sieg. Dass er so hoch ausgefallen ist, freut uns umso mehr. Die erste Halbzeit war richtig gut. Das war nicht zu erwarten", sagte Hitzlsperger. Mittelfeldmann Gonzalo Castro fügte hinzu: "Das war so ein Spiel, das jeder hier gebraucht hat. Wir waren willig, wir wollten das Spiel gewinnen. Das haben wir am Ende dann auch gemacht." Auch Verteidiger Andreas Beck war nach dem höchsten Bundesliga-Sieg des VfB Stuttgart seit 2016 (5:1 gegen Hoffenheim im März 2016) hörbar erleichtert.

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