VfB Stuttgart auf Schalke. (Foto: Imago, imago)

Fußball | Bundesliga VfB mit Nullnummer vor Relegation

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat bei seiner Generalprobe vor dem finalen Kampf um den Klassenerhalt ein Erfolgserlebnis verpasst.

Fünf Tage vor dem Relegations-Hinspiel kamen die Schwaben am 34. Spieltag bei Schalke 04 nicht über ein 0:0 hinaus. Auch die Königsblauen versäumten im letzten Spiel unter ihrem "Jahrhunderttrainer" Huub Stevens damit den versöhnlichen Abschluss einer verkorksten Spielzeit.

Die Stuttgarter Mannschaft von Interimstrainer Nico Willig geht mit immerhin zwei Spielen ohne Niederlage in die wichtigen Partien um den Ligaverbleib. Gegen den SC Paderborn oder Union Berlin, die sich am Sonntag im Bundesliga-Unterhaus um die Ränge zwei und drei streiten, tritt der VfB am Donnerstag zunächst zu Hause an. Vier Tage später folgt das Auswärtsspiel beim Zweitligisten.

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Stuttgart stand schon vor dem letzten Ligaspiel als Relegations-Teilnehmer fest, der abgestürzte Vizemeister Schalke hatte den Klassenerhalt vor zwei Spieltagen perfekt gemacht. Demzufolge gingen beide Teams vor 61.676 Zuschauern kaum ins Risiko.

Die auf sechs Positionen veränderten Gäste kamen durch Borna Sosa (7.) zum ersten Abschluss. Für Schalke, das in Gedenken an seine verstorbenen Vereins-Ikonen Mike Möllensiep und Walter Zwickhofer mit Trauerflor auflief, verfehlte Bundesliga-Debütant George Timotheou (8.) nur knapp das Tor.

Treffer von Mario Gomez wird nicht anerkannt

In der Folge hatten die Gastgeber Probleme, gegen die schwächste Abwehr der Liga zu Chancen zu kommen. Stattdessen tauchten Willigs Team immer häufiger im Schalker Sechzehner auf. Alexander Esswein (15.) prüfte Schalke-Torwart Alexander Nübel, der Treffer von Mario Gomez (16.) nach der folgenden Ecke wurde wegen Abseits nicht anerkannt, Schalke-Kapitän Benjamin Stambouli (27.) klärte eine Hereingabe nur mit Glück an die eigene Latte.

Nach einem gefährlichen Kopfball von S04-Angreifer Guido Burgstaller (28.) verlor die Partie an Fahrt. Viele Ungenauigkeiten verhinderten längere Ballstafetten. Erst ein weiterer Burgstaller-Kopfball (43.) sorgte für Gefahr. Dabei blieb es aber für lange Zeit, weil auch nach dem Wechsel die Fehler auf beiden Seiten nicht nachließen. Intensiv blieb das Spiel dennoch. Für einen emotionalen Höhepunkt sorgte Schalkes Publikumsliebling Sascha Riether, der vor seinem Karriereende und nach fast zwei Jahren ohne Spiel in der 89. Minute noch einmal eingewechselt und von den Fans gefeiert wurde.

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