Die Profis des VfB Stuttgart nach dem 1:1 gegen Nürnberg (Foto: Imago, Eibner)

Fußball | Bundesliga Die Lage beim VfB Stuttgart bleibt "extrem schwierig"

Ratlose Gesichter nach einem Remis im Kellerduell: Nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg bleibt die Stimmung beim VfB Stuttgart äußerst angespannt.

Thomas Hitzlsperger klangen die "Aufwachen!"-Rufe der aufgebrachten Fans noch in den Ohren, als der Sportvorstand des VfB Stuttgart nach dem schmeichelhaften Remis im Kellerduell mit dem 1. FC Nürnberg sichtlich gezeichnet vor die Presse trat.

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Hitzlsperger: Weiter Vertrauen in Weinzierl

"Das Ganze ist eine verdammt schwierige Situation und geht extrem an die Substanz", sagte Hitzlsperger. Doch anstelle des branchenüblichen Reflexes Trainerentlassung zeigte Hitzlsperger die umgekehrte Reaktion: Er gab Markus Weinzierl überraschend eine Jobgarantie. "Ich habe diese Woche öfter mit dem Trainerteam gesprochen, und wir ziehen das zusammen durch", sagte der frühere Nationalspieler: "Sie müssen Vertrauen spüren - und das haben sie auch von mir gekriegt."

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Doch die Lage beim VfB bleibt kritisch, auch wenn die Schwaben auf Relegationsplatz 16 ihr Vier-Punkte-Polster auf den Club dank des Treffers von Winterzugang Ozan Kabak (75. Minute) wahrten. "Es ist extrem schwierig, für alle Beteiligten", sagte Hitzlsperger.

VfB-Fans sind unzufrieden

Die Fans gingen nach dem ernüchternden Auftritt gegen tapfere, aber ineffektive Clubberer auf Distanz zu ihren Lieblingen und pfiffen die Mannschaft aus. Zudem kritisierten sie erneut Präsident Wolfgang Dietrich. Mit wütenden Sprechchören sowie auf rund einem Dutzend Plakaten und Bannern forderten sie dessen Rauswurf.

Coach Weinzierl, dessen bis 2020 datierter Vertrag nur für die Bundesliga gilt, darf dagegen durchatmen - trotz der Gerüchte um seine Ablösung im Sommer durch den Österreicher Oliver Glasner (Linzer ASK). "Das habe ich nur nebenbei mitbekommen", sagte der Trainer über Hitzlspergers Jobgarantie, "wir arbeiten gut und zielgerichtet zusammen, jeden Tag. Daher geht es genau so weiter."

Verheerende Bilanz

Und das trotz der verheerenden Bilanz von nur einem Sieg aus den vergangenen 13 Begegnungen. Nie hatte der VfB sechs Spiele vor Saisonschluss weniger Punkte, selbst im Abstiegsjahr 2016 waren es zwölf Zähler mehr. "Sehr viel Herz, Moral, Wille", hatte Weinzierl nach dem Rückstand durch Matheus Pereira (42.) gesehen, mehr aber auch nicht. Platz 15, betonte er unerschütterlich, bleibe das Ziel: "Wir haben noch lange nicht aufgegeben."

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