Die Mannschaft des VfB Stuttgart stellt sich den Fans nach dem 0:3 gegen Eintracht Frankfurt. (Foto: Imago, Jan Huebner)

Bundesliga | VfB Stuttgart Kann der VfB Stuttgart die Frankfurter Büffelherde bändigen?

Am kommenden Sonntag (18 Uhr) ist der VfB Stuttgart bei Eintracht Frankfurt zu Gast. Dann treffen zwei Mannschaften aufeinander, bei denen die Saison bislang völlig unterschiedlich verlaufen ist.

Lage beim VfB Stuttgart

Langsam aber sicher biegt die aktuelle Saison auf die Zielgerade ein. Der VfB Stuttgart schwebt auf dem Relegationsplatz 16 zwischen Klassenerhalt und erneutem Abstieg in die 2. Liga. Auf den Vorletzten Hannover 96 haben die Schwaben ein Polster von sechs Punkten. Nach oben fehlen auf den Tabellen-15. Schalke 04 drei und auf den 14. FC Augsburg fünf Punkte.

Sich von Platz 16 zu lösen, wird auch deshalb schwierig, weil die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl das deutlich schlechtere Torverhältnis als Schalke und Augsburg hat.

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Ein Dreier als Motivationsspritze

Gegen die ersten Sieben in der Tabelle holte der VfB bislang genau Null Punkte. Es wird langsam Zeit, dass die Stuttgarter im Abstiegskampf mal ein Ausrufezeichen setzen. Zugegeben, das ist einfach daher gesagt vor einem Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt. Die Hessen schwimmen momentan auf der Erfolgswelle, der VfB versucht dagegen, sich mit allen Mittel über Wasser zu halten. Wollen die Frankfurter in die Champions League, dann ist natürlich ein Heimdreier gegen den Hinterbänkler aus Schwaben Pflicht. Auf der anderen Seite wäre für den VfB schon ein Punkt bei der Eintracht Gold wert für die Moral.

Fredi Bobic: "Ei gude wie, VfB?"

Ob Fredi Bobic am Sonntag die Entourage des VfB Stuttgart auf hessisch begrüßen wird, darf bezweifelt werden. Zu tief steckt das Schwäbische in dem Kerl aus dem Stuttgarter Problembezirk "Hallschlag". Aus dem Stuttgarter Bua ist mittlerweile ein erfolgreicher Fußball-Funktionär geworden. Der Vorstand Sport der Eintracht hat einen immensen Anteil daran, dass die Hessen in Fußball-Deutschland wieder eine große Hausnummer ist. Der "kicker" wählte den 47-Jährigen zum Mann des Jahres 2018.

Fredi Bobic (Vorstand Sport) hat gut lachen. Es läuft bei Eintracht Frankfurt. (Foto: Imago, imago images)
Fredi Bobic (Vorstand Sport) hat gut lachen. Es läuft bei Eintracht Frankfurt. Imago imago images

Die Eintracht hat unter seiner Regie in Rekordzeit die Metamorphose vom Abstiegskandidaten zum Pokalsieger und Europapokalteilnehmer hinbekommen - und das Ende der Fahnenstange sei noch nicht erreicht. "Wir setzen uns intern hohe Ziele - nur müssen wir das nicht nach außen blasen. Wir wollen noch weiter", sagte Bobic in der "Frankfurter Rundschau".

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Wie stehen die Chancen des VfB?

Hinten kompakt stehen und vorne die Chancen nutzen. Diesen gut abgehangenen Fußballerspruch wird aller Vorraussicht nach auch VfB-Coach Weinzierl am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel benutzen. Und sie trifft in diesem Falle auch voll und ganz zu. Es wird von großer Bedeutung für einen Auswärtsdreier sein, dass die Stuttgarter Defensivabteilung es versteht, die stürmende Frankfurter "Büffelherde" um Sébastien Haller, Ante Rebic und Luca Jovic zu bändigen. Das Frankfurter Sturmdreieck ist für 37 von 51 Toren der SGE verantwortlich. Und vorne müssen Mario Gomez oder Nicolas Gonzales die ein odere andere Chance nutzen. Fußball kann so einfach sein. Nur aktuell ist das eigentlich die große Stärke von Eintracht Frankfurt.

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