Mario Gomez gibt Getränke aus und schreibt gleichzeitig Autogramme. (Foto: Imago, Pressefoto Rudel)

Bundesliga | VfB Stuttgart Sturmflaute beim VfB Stuttgart: Wo ist Super-Mario?

VfB-Stuttgart-Stürmer Mario Gomez steht aktuell hart in der Kritik. Da kommt eine Charity-Aktion gerade recht, um sich Zuspruch im Abstiegskampf zu holen.

Die Stuttgarter Leonhardskirche war wieder einmal ein Ort der Begegnung. Privilegierte Fußballprofis treffen auf Menschen, die weder ein Dach über dem Kopf noch ein volles Bankkonto haben. Für den VfB Stuttgart eine gute Gelegenheit, mal den Kopf frei zu bekommen - und dabei noch Gutes zu tun.

Vor allem Mario Gomez taten die vielen Schulterklopfer und aufmunternden Worte mehr als nur gut. "Tatsächlich sind die Menschen hier sehr positiv. Es gibt extrem viel Zuspruch hier." Zuletzt sah das anders aus: Gegen Werder Bremen war er mal wieder der personifizierte "Chancentod"; und der Boulevard fragte gar, ob der Starstürmer sein Jahressalär von angeblich sechs Millionen Euro überhaupt wert sei.

"Es ist 90 Prozent Zuspruch und 10 Prozent granteln. Darüber freu' ich mich."

Mario Gomez

Gomez ist nicht mehr unantastbar

Hinter der Theke in der Essensausgabe wollte der 33-Jährige keinen Gedanken an seine Kritiker verschwenden. Mario Gomez kam auch kaum zum Arbeiten. Ständig wurde der Stürmer in Gespräche verwickelt, musste für ein Selfie herhalten oder schrieb seinen Namen auf alles, was man ihm unter die Nase hielt.

Mario Gomez, diese Stuttgarter Ikone, besitzt beim VfB mit Abstand die größte Strahlkraft. Trotzdem ist der ehemalige Nationalstürmer momentan sportlich nicht mehr unantastbar. Nach 23 Spielen stehen nur fünf Tore zu Buche. Beim 1:1 gegen Werder Bremen hätte er eigentlich das Spiel zu Gunsten der Schwaben entscheiden müssen. Das weiß er auch selbst nur zu gut: "Ich habe zwei Chancen - wenn ich eine mache, steht es 2:0. Das Glück ist im Moment nicht auf meiner Seite."

Im Abstiegskampf der Bundesliga braucht der VfB Stuttgart dringend die Tore eines Mario Gomez. Früher nannten sie ihn den "Super-Mario" oder den "Giga-Gomez". Vielleicht zeigt sich ja einer der "beiden" am Sonntag im wichtigen Kellerduell gegen Hannover 96.

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