Sven Mislintat (Foto: Imago, Cathrin Müller /M.i.S.;)

Fußball | VfB Stuttgart Jetzt spricht VfB-Sportdirektor Sven Mislintat

Erstmals nach seiner Verpflichtung als Sportdirektor hat sich Sven Mislintat den Fragen der Presse gestellt und sich zu den vielen Baustellen beim Neu-Zweitligisten geäußert.

Dass sein Start beim Traditionsverein aus Bad Cannstatt mit einem Abstieg aus der Bundesliga beginnen würde, hatte sich Mislintat so sicher nicht vorgestellt.

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Ob bei Borussia Dortmund oder dem FC Arsenal - der Blick des 46-Jährigen war bisher stets nach oben gerichtet. Beim VfB ist er jetzt allerdings eher in Sachen Wiederaufbau gefordert. Mislintats Kernkompetenz wird ihm dabei jedoch sicher von Vorteil sein: Talente finden, die das Potential für Größeres haben.

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Gemeinsam in der härtesten 2. Bundesliga aller Zeiten

Zweifel an seinem neuen Engagement habe er auch nach dem schmerzhaften Gang in Liga zwei nie gehabt. Auch Gerüchte über einen möglichen sofortigen Wechsel ins Ausland seien falsch, so Mislintat. Der Schwere der Aufgabe bewusst, habe er sich dennoch für die Schwaben entschieden.

"Die Wahrheit ist auch, dass es eine große Krise gibt. Es gab aber auch keinen in meinem Umfeld, der gesagt hat: 'Mach's bloß nicht.' Sondern im Gegenteil, es wurde eher gesagt: 'Brutaler Club, Sven'."

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat

Der VfB sei wie seine vorherigen Vereine ebenfalls ein großer Club, man dürfe sich jedoch nicht auf diesem Wissen ausruhen, sondern müsse das Potential des Vereines aktivieren. Eben jene Aufgabe mache den Traditionsverein besonders spannend.

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Insbesondere die Zusammenarbeit mit Sportvorstand Thomas Hitzlsperger sei sehr gut und man wolle die "härteste 2. Liga, die es je gab" gemeinsam angehen.

Leistung soll im Mittelpunkt stehen

Wie genau der Kader für diese Mammutaufgabe aussehen soll, habe man zwar noch nicht ganz im Detail besprochen, aber Mislintat plant eine gesunde Mischung aller Altersklassen.

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In den Mittelpunkt wolle man dabei ganz klar die Leistung auf dem Platz stellen. Nur mit klaren Zielvorgaben und einem unbedingten Willen, Teil der ersten Elf zu sein, seien die gesetzten Ziele zu erreichen.

Keine Radikalkur

Ab Montag wolle man das Gespräch mit den Spielern suchen und mit Kapitän Christian Gentner beginnen, bei dem noch nichts entschieden sei.

"Mit Christian Gentner habe ich telefoniert, dass wir nächste Woche ein Gespräch führen werden"

VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger

Laut Hitzlsperger stehen die Chancen für alle Spieler zunächst bei 50 zu 50. Die endgültigen Entscheidungen sollen jedoch erst im Laufe der Woche fallen.

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Einen sieht Mislintat jedoch ganz klar beim VfB: Mario Gomez könne in der neuen Saison ein ganz entscheidender Spieler sein, da seine Erfahrung gerade auch beim Aufbau einer neuen Mannschaft enorm wichtig sei.

"Für junge Spieler, die dazukommen, sind Spieler wie Mario Gold wert."

VfB-Sportvorstand Sven Mislintat

Vertrauen in Tim Walter

Besonderes Vertrauen in das Projekt direkter Wiederaufstieg setzt Mislintat dabei in den neuen VfB-Coach Tim Walter, der die 2. Bundesliga aus der letzten Saison mit Kiel sehr gut kenne und mit seiner Art, "Fußball am Ball" spielen zu lassen, gut zum VfB passe.

Aufmerksam geworden sei man auf Walter bei der Beobachtung des Kielers Atakan Karazor und verpflichtete neben dem Mittelfeldspieler auch gleich noch dessen Trainer.

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