Die Offensiv-Abteilung des VfB Stuttgart schaffte in der Hinrunde nur zwölf Tore (Foto: Imago, SWR, Jan Huebner/Herkert)

Bundesliga | VfB Stuttgart Der VfB Stuttgart im Teamcheck

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Mit der schwächsten Offensive der Bundesliga musste der VfB Stuttgart auf dem Relegationsplatz überwintern. Mit neuen Spielern will Trainer Markus Weinzierl das Problem lösen.

So lief die Hinrunde:

Die nackten Zahlen machen deutlich warum der VfB Stuttgart nach der Hinrunde mal wieder unten steht: Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl hat 14 Punkte aus 17 Spielen geholt, 12 Treffer erzielt (Tabellenführer Dortmund hat 44) und 35 Gegentore kassiert. Mit drei mickrigen Siegen stehen die Schwaben auf dem Relegationsplatz.

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Die einzig positive Zahl: Zu den acht Heimspielen kamen durchschnittlich 55.333 Zuschauer. Der viertbeste Wert der Liga.

Wer kommt? Wer geht?

Gekommen sind zwei Leihspieler: Aus der Hauptstadt kam Alexander Esswein. Der bullige Mittelfeldspieler soll Mario Gomez unterstützen. Bei der Hertha machte Esswein in dieser Saison noch kein Bundesliga-Spiel. Um Spielpraxis zu sammeln kam er sechsmal in der Regionalliga zum Einsatz, machte dort zwei Tore. Ob er die Offensiv-Misere der Schwaben stoppen kann, ist daher eher fraglich.

Aus Hoffenheim kam Steven Zuber an den Neckar. Der Schweizer hat für die Kraichgauer 82 Bundesliga-Spiele bestritten und dabei sieben Tore geschossen. Dynamisch, robust und schnell sind seine Attribute. Auch er könnte dem Spiel nach vorne gut tun.

Ein lang erwarteter Abgang ist mittlerweile offiziell: Weltmeister Benjamin Pavard geht im Sommer zum Rekordmeister Bayern München. 35 Millionen Euro soll es dafür geben. Bis dahin soll der Franzose noch im Kampf um den Klassenerhalt helfen. Allerdings ist der Franzose zur Zeit noch verletzt. Den Rückrundenstart am 19. Januar zuhause gegen Mainz wird er verpassen.

Auch Holger Badstuber könnte den Verein im Winter verlassen. Der Innenverteidiger, der seinen Vertrag erst im Sommer nach langem Hin und Her verlängert hat, ist mit seiner Hinrunde sehr unzufrieden. Sportvorstand Michael Reschke zeigte sich offen für Gespräche: "Für beide Seiten war das vergangene halbe Jahr unbefriedigend. Sollten Holger und sein Berater in der aktuellen Transferzeit auf uns zukommen, werden wir Gesprächsbereitschaft zeigen", sagte Reschke der Bild-Zeitung.

Der Trainer

Markus Weinzierl steht wohl vor einer der größten Herausforderungen seiner Karriere. 20 Punkte sollten er und sein Team in der Rückrunde schon holen, um die Klasse zu halten. Er motiviert sein Team mit vielen Gesprächen, geht als Vorbild voran. Sein Motto: Den Kopf oben halten. Seine Spiel-Philosophie ist allerdings noch nicht bei allen im Team angekommen. 

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Erwartungen an die Rückrunde 

Das Positive für den VfB Stuttgart ist, dass noch zwei Teams schlechter sind als er. Das macht Hoffnung. Der Relegationsplatz ist durch eigene Kraft zu schaffen. Aber auch die Rückrunde der Vorsaison macht Hoffnung. Damals noch unter Trainer Tayfun Korkut hätten die Schwaben beinahe noch den internationalen Wettbewerb erreicht. Fast schon traditionell ist der VfB in der zweiten Jahreshälfte wie ausgewechselt. Verlassen kann sich darauf natürlich niemand. Die Aufholjagd beginnt am 19. Januar mit einem Heimspiel gegen Mainz 05

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