Mariogomez (Foto: Imago, imago)

Bundesliga | VfB Stuttgart VfB Stuttgart kommt gegen Nürnberg mit blauem Auge davon

Der VfB Stuttgart ist beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit einem blauen Auge davongekommen. Durch das 1:1 halten die Schwaben zumindest den vier-Punkte-Abstand auf den Club.

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Der VfB Stuttgart hat den 1. FC Nürnberg auf Distanz gehalten und kann im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga zumindest weiter auf die Relegation hoffen. Ozan Kabak (75.) rettete dem in der Kritik stehenden Trainer Markus Weinzierl und seiner Mannschaft im Kellerduell gegen die Franken zumindest ein schmeichelhaftes 1:1 (0:1). Damit wahrte der VfB sein Vier-Punkte-Polster auf Nürnberg, das nach dem zweiten Saisontreffer von Matheus Pereira (42.) auf den ersten Auswärtssieg in dieser Spielzeit gehofft hatte.

Weinzierl, dem gerüchteweise im Sommer der Österreicher Oliver Glasner vom Linzer ASK folgen soll, sammelte allerdings kaum Argumente. In den vergangenen 13 Spielen gelang ihm nur ein Sieg. Wie viel auf dem Spiel stand, machten nicht zuletzt die Stuttgarter Fans deutlich. "Heute zählt's - zeigt Kampf und Einsatz!!!", stand auf einem langen Banner. Bei einem Marsch zum Stadion hatten mehrere Hundert Anhänger unter dem Motto "Stuttgart kämpfen - Dietrich raus!" den ungeliebten Präsidenten Wolfgang Dietrich angezählt.

"Die einzige Konstante sind wir Fans!"

Die Choreographie beim Einlaufen zeigte den Spruch: "Egal welche Spieler, egal welcher Präsident - die einzige Konstante sind wir Fans!" Die 58.757 Zuschauer in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena sahen aktivere Schwaben. Eine Viererkette in der Abwehr würde zu Nürnberg passen, hatte Weinzierl vor dem Spiel gesagt - und doch setzte er erneut auf drei Abwehrspieler. Die hoch stehenden Außen Andreas Beck und Emiliano Insua versuchten, mit Flankenläufen hinter den Abwehrriegel der abwartenden Gäste zu kommen.

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Und so hatte der VfB nicht nur mehr vom Spiel, sondern zunächst auch die besseren Chancen. Steven Zuber scheiterte am guten Gäste-Torwart Christian Mathenia (7., 40.), Mario Gomez köpfte vorbei (23.). Kurz darauf musste der verletzte Club-Profi Sebastian Kerk für Yuya Kubo weichen (26.), und Nürnberg hatte Glück, als Stuttgarts Marc-Oliver Kempf an die Latte köpfte (34.). Auf der anderen Seite lenkte Torhüter Ron-Robert Zieler einen Schuss von Pereira nach Doppelpass mit Mikael Ishak an den Pfosten (39.).

Behrens an die Latte, Pereira ins Tor

Kurz darauf traf FCN-Kapitän Hanno Behrens per Kopf die Latte, und Pereira verwertete im Nachsetzen per Kopf gegen den schlafmützigen Insua zum 0:1. Kurz vor der Pause hätte Gomez ausgleichen müssen. Weinzierl stellte nach dem Seitenwechsel auf Viererkette um und brachte mit Daniel Didavi mehr Offensivkraft. Auch Angreifer Nicolas Gonzalez kam (60.). Doch die Mannschaft wurde angesichts der drohenden Niederlage sichtlich nervöser, das Publikum unruhig und das VfB-Spiel immer fahriger.

Nürnberg kam immer wieder in gute Kontersituationen, machte aber zu wenig daraus. Ishak (60.) und Pereira (74.) hatten die besten Gelegenheiten zum 0:2. Kabak gelang dann der Ausgleich. Am Ende hatten beide Teams Chancen zum Sieg.

"Rechnerisch ist noch alles möglich", so VfB-Verteidiger Marc Oliver Kempf nach der Partie. "Wir haben mit Augsburg und mit Schalke auch noch zwei direkte Konkurrenten, die vor uns stehen." Man werde alles versuchen, um den Abstieg noch zu verhindern, so Kempf weiter.

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