Ron-Robert-Zieler vom VfB Stuttgart im Traditionstrikot (Foto: Imago, imago/ULMER Pressebildagentur)

Bundesliga | VfB Stuttgart Der Dauerbrenner Ron-Robert Zieler

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Seit seinem Bundesliga-Debüt 2011 verpasste Ron-Robert Zieler nur zwei Spiele im deutschen Oberhaus. Für den VfB Stuttgart verpasste der 29-Jährige bisher keine Pflichtspiel-Minute.

Sieben Saisons erlebte Ron-Robert Zieler seit seinem Debüt am 16. Januar 2011 in der Bundesliga. Das entspricht 238 möglichen Spielen oder 21.420 Spielminuten. Der VfB-Keeper verpasste davon nur zwei. Nicht etwa, weil seine Leistung nicht stimmte. Wegen einer Schulterverletzung wurde der gebürtige Kölner 2011 notgedrungen ausgewechselt und musste im Anschluss zwei Ligaspiele lang pausieren.

Die Bundesliga-Dauerbrenner

Berti Vogts Dauerbrenner (Foto: Imago, imago sportfotodienst)
Der 4. Platz in der Liste der Bundesliga-Dauerbrenner geht an: Berti Vogts. Das Gladbacher Urgestein absolvierte für die Borussia insgesamt 212 Spiele über die volle Distanz. Imago imago sportfotodienst Bild in Detailansicht öffnen
Der 3. Platz geht an den einzigen noch aktiven Profi in dieser Runde: Ron-Robert Zieler vom VfB Stuttgart. In 236 Bundesliga-Spielen stand der 29-Jährige bisher über 90 Minuten zwischen den Pfosten. Aller Voraussicht nach werden es noch einige mehr. Imago imago/Pressefoto Baumann Bild in Detailansicht öffnen
Der 2. Platz geht an: Manfred Binz. Für Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt stand der Innenverteidiger in der Bundesliga insgesamt 241 Mal über 90 Minuten auf dem Platz. Imago imago sportfotodienst Bild in Detailansicht öffnen
Der 1. Platz geht an: Sepp Maier. Der Weltmeister von 1974 stand für den FC Bayern München in 245 Bundesligaspielen über die volle Distanz auf dem Rasen. Imago imago/Horstmüller Bild in Detailansicht öffnen

Ein echter Dauerbrenner

Mit dieser beeindruckenden Statistik gehört Zieler zu einem prominenten Kreis, in dem auch Sepp Maier, Manfred Binz und Berti Vogts vertreten sind. Denn kein Spieler absolvierte in der Bundesliga mehr Spiele über die volle Distanz als die vier genannten. Da Zieler mit 29 Jahren voraussichtlich noch ein paar Jahre im Profifußball bevorstehen, könnte er Binz (241) und Maier (245) sogar noch einholen. Berti Vogts (212) hat Zieler (236) bereits hinter sich gelassen.

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Zieler der Führungsspieler

Beim VfB Stuttgart gehört Zieler unumstritten zu den Führungsspielern. Das liegt neben seiner großen Erfahrung auch an seinem außergewöhnlichen Charakter. Zieler geht voran, übernimmt Verantwortung und stellt sich auch nach bitteren Niederlagen den Medien. Für den gebürtigen Kölner eine Selbstverständlichkeit. Denn Zieler musste schon früh lernen, Verantwortung zu übernehmen: Mit 16 Jahren unterschrieb er seinen ersten Profivertrag bei Manchester United, der einen Umzug nach England voraussetzte. Weit weg von zu Hause reifte Zieler zu einem klasse Torwart und traf vor seinem Wechsel unter anderem auf "Your Majesty" Queen Elizabeth.

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Voller Fokus auf den VfB

Nach fünf Jahren auf der Insel kehrte Zieler zurück nach Deutschland zu Hannover 96, wo er kurz vor seinem 22. Geburtstag sein Profidebüt feierte und unter Mirko Slomka, einem seiner größten Förderer, prompt zum Stammspieler wurde.

2017 zog es Zieler nach einem verlorenen Jahr bei Leicester City schließlich zum VfB Stuttgart, mit dem er nach der verkorksten Hinrunde mit dem Rücken zur Wand steht. Doch der Keeper ist davon überzeugt, dass der VfB die Klasse hält: "Wir müssen in dieser Situation als Mannschaft zusammenhalten, auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt. Ich bin sicher, dass wir am Ende über dem Strich stehen." Bei der Mission Klassenerhalt will Zieler nun vorangehen und Verantwortung übernehmen. Ganz, wie es seinem Charakter entspricht.

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