Der VfB-Fanclub in Berlin. (Foto: SWR)

Fußball | Bundesliga VfB-Fanclub in Berlin: Heilig's Rössle

Mitten in Berlin-Neukölln gibt es eine kleine Stuttgarter Oase: das Vereinsheim des offiziellen VfB-Fanclubs "Cannstatter Kurve Berlin". Mit 37 Mitgliedern fing alles an.

Am 07.11. im Jahr 2008 fängt alles an. Man merkt schnell, dass dieses Datum keine Zufalls-Wahl ist. Eine Gruppe von Exil-Schwaben hatte sich beim Fußballgucken am Prenzlauer Berg kennengelernt.

Das Ganze nimmt so viel Dynamik auf, dass am 07.11.2008 der "Cannstatter Kurve Berlin e.V." entsteht. Die neue Heimat in der Braunschweiger Straße in Neukölln. Das Gegenteil von Prenzlauer Berg. Mehr Kiez als schwäbisches Exil.

Der größte offizielle VfB-Fanclub außerhalb von Baden-Württemberg

"Wir öffnen nur, wenn der VfB spielt und sind ein klassisches Vereinsheim", sagt Marko Andric aus dem Vorstand des Vereins. Er verpasst die Gründung um zehn Tage. 37 Gründungsmitglieder sind es als alles beginnt, heute sind es 199. "Wir freuen uns, wenn wir das 200. Mitglied begrüßen dürfen!", so Andric.

Im letzten Jahr feiert der Verein sein zehnjähriges Jubiläum. Die Mitglieder sind anfangs zum Großteil aus Baden-Württemberg, inzwischen ist es eine bunte Mischung von VfB-Fans aus ganz Deutschland: der größte offizielle VfB-Fanclub außerhalb von Baden-Württemberg.

Dauer

Zu Heimspielen in Stuttgart fährt die Berliner Kurve nur einmal im Jahr. Immerhin liegen mehr als 600 Kilometer zwischen der schwäbischen Metropole und der Hauptstadt. Der Ex-VfB-Spieler Martin Harnik wurde zu seiner Zeit in Stuttgart mal eingeflogen. "Das war ein Highlight für uns, er hat Autogramme geschrieben und einige Stunden mit uns gequatscht", erinnert sich Andric.

Im Moment interessiert die Gegenwart: das Spiel gegen Union Berlin. Von den 35 Kartenbestellungen konnte der VfB nur 17 bedienen. "Wir haben dann andere Drähte glühen lassen und nochmal zehn Karten organisiert", erklärt Marko Andric. So können fast alle im Stadion schauen. Der Rest schaut – natürlich – im Rössle. Dort werden sich die VfB-Fans ohne Ticket sammeln.

AUTOR/IN
STAND