Eisern Union. (Foto: Imago, imago)

Fußball | Bundesliga VfB-Relegationsgegner "Eisern Union"

AUTOR/IN

Der 1. FC Union Berlin spielt gegen den VfB Stuttgart in der Relegation um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Ein Verein mit Höhen und Tiefen und einem Stadionsprecher, der Trompete spielt.

"Wir aus dem Osten geh‘n immer nach vorn - Schulter an Schulter für Eisern Union!" Wer jemals die ersten Worte der von Nina Hagen gesungenen Klubhymne live an der Alten Försterei gehört hat – wird den Augenblick nie vergessen. Union hat zwar noch nie in der Bundesliga gespielt – das Vereinslied aber ist absolut erstklassig!

Sportlich ist dagegen bei dem von Schlosserjungs gegründeten Verein noch Luft nach oben. 1966 folgte erst der offizielle Start in der DDR – ein Verein für die Werktätigen, der kurz darauf, im Jahr 1968 mit dem Gewinn des FDGB-Pokals seinen größten Erfolg feierte. 2001 stand Union, damals als Regionalligist (!), im DFB-Pokalfinale und unterlag gegen Schalke 04 mit 0:2. In Sachen Bundesliga war man vor zwei Jahren unter Trainer Jens Keller schon einmal ganz dicht vor dem Aufstieg - wurde am Ende aber nur Vierter.

Dauer

Als der Klub Anfang der 2000er Jahre in Finanznot geriet, sprangen die Fans mit der Spendenaktion: „Bluten für Union“ ein. Auch der Umbau der Arena wurde durch fast 140 000 freiwillige Arbeitsstunden der Union-Anhänger unterstützt. Die Union Fans sind eine Macht und ihr Weihnachtssingen inzwischen Legende! 2003 trafen sich 89 Frauen und Männer um in einer Dezember-Nacht mit Kerzen und Fankleidung im Stadion Weihnachten zu feiern – inzwischen ist die ALTE FÖRTSTEREI mit 28.500 inklusive der Profis um Kapitän Trimmel immer ausverkauft! Der Stadionsprecher spielt Trompete – es ist wahnsinnig feierlich und schön: Weihnachtslieder und dazwischen der Schlachtruf:

Und niemals vergessen – EISERN UNION!

AUTOR/IN
STAND