Abstiegsgespenst im VfB-Dress. (Foto: Imago, imago)

Bundesliga | VfB Stuttgart VfB und Union Berlin vor Relegations-Krimi: Was spricht für wen?

Der VfB Stuttgart und Union Berlin müssen in die Verlängerung. In der Relegation können die Schwaben eine desolate Saison mit einem versöhnlichen Ende versehen - Union will genau das verhindern. Argumente gibt es für beide Teams.

Darf sich der VfB Stuttgart am Ende einer desolaten Saison doch noch über den Verbleib in der Fußball-Bundesliga freuen? Oder jubelt am Ende der 1. FC Union Berlin über den erstmaligen Aufstieg ins deutsche Oberhaus? Eine erste Tendenz wird sich nach dem Relegationshinspiel zwischen dem Bundesliga-16. und dem Zweitliga-Dritten am Donnerstag (20.30 Uhr) in Stuttgart abzeichnen. Aber was spricht generell für den VfB - und was für Union?

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Drei Gründe für den Klassenverbleib des VfB Stuttgart

  • Defensive Stabilität: Für Begeisterung sorgten die VfB-Auftritte unter Willig zwar nur selten. Doch dafür standen die Stuttgarter zumindest defensiv meistens sicher. Einzige Ausnahme: Der schwache Auftritt beim 1:3 bei Hertha BSC Anfang Mai. Ansonsten kassierte der VfB in den anderen drei Spielen mit Willig als Trainer kein Gegentor.
  • Statistik: Seit der Wiedereinführung der Relegation vor zehn Jahren setzte sich nur zweimal der Zweitligist durch. 2009 war dem 1. FC Nürnberg gegen Energie Cottbus der Aufstieg gelungen, 2012 jubelte letztlich Fortuna Düsseldorf nach zwei teils packenden Duellen mit Hertha BSC.

Drei Gründe für den Aufstieg des 1. FC Union Berlin

  • Druck: Union geht befreit in den Kampf um die Bundesliga und schiebt die Rolle des Favoriten zum VfB. "Für sie geht es ums Überleben in der ersten Liga, für uns geht es darum, Geschichte zu schreiben", sagte Offensivspieler Joshua Mees. Aus dieser Position heraus erhoffen sich die Berliner eine gewisse Leichtigkeit, die im dramatischen Saisonendspurt zuletzt manchmal fehlte.
  • Glauben: Nach schwierigen Wochen ist der Optimismus bei Union zurückgekehrt. Zwar verpassten es die Hauptstädter am Sonntag durch das 2:2 beim VfL Bochum nur um ein Tor, den direkten Aufstieg zu schaffen, doch die Stimmung soll insgesamt positiv bleiben. Die Fans feierten die Mannschaft nach Abpfiff trotz des knapp verpassten Traums. "Die Fans stehen komplett hinter uns. Ich kann versprechen, dass wir wieder alles geben", sagte Kapitän Christopher Trimmel: "Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in die Relegation."
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