VfB Präsident Wolfgang Dietrich. (Foto: SWR)

Fußball | Bundesliga VfB-Präsident Dietrich: "Die Relegation ist ein Geschenk"

Der VfB Stuttgart muss in die Relegation - gegen den 1. FC Union Berlin. Präsident Wolfgang Dietrich ist zuversichtlich und sieht angesichts der schwachen Saison diese Nervenspiele als "Geschenk", hat allerdings auch klare Erwartungen an seine Mannschaft.

"Zunächst einmal haben wir, vorsichtig ausgedrückt, eine katastrophal schlechte Saison gespielt", VfB-Präsident Wolfgang Dietrich bringt es bei der SWR Sportsendung "Sport im Dritten" auf den Punkt. Mit nur 28 Punkten haben es die Schwaben in die Relegation geschafft. Im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga bekommt es die Mannschaft von Interimstrainer Nico Willig mit dem 1. FC Union Berlin zu tun.

Angst müssen die Schwaben mit Blick auf die weitgehend schwache Leistung der Berliner beim 2:2 am Sonntag in Bochum zwar nicht haben. Mit 33 Gegentoren stellen die Ost-Berliner die mit Abstand beste Defensive der 2. Liga. Dennoch betrachten die Schwaben nach einer völlig verkorksten Saison die Relegation als Geschenk. Nico Willig habe der Mannschaft wieder neues Leben eingehaucht und Selbstvertrauen gegeben, so Dietrich. "Wir haben ordentlich gespielt, teilweise sogar gut gespielt. Deswegen glaube ich, macht diese letzte kleine positive Serie Hoffnung, dass wir dieses Geschenk Relegation annehmen. Das ist ja keine Strafe, dass wir da mitspielen müssen, sondern ein Geschenk, weil mit so wenig Punkten Relegation spielen zu dürfen, ist ein Geschenk."

Dauer

Die Zweikampfhärte und die Leidenschaft werden bei den Relegationsspielen an diesem Donnerstag und nächsten Montag eine große Rolle spielen. Tugenden, die den VfB in dieser Saison nicht gerade bekannt gemacht haben. "Das wird ein ganz hartes Match, ein schwieriges Match, sowohl bei uns hier als auch in Berlin. Ich bin überzeugt, ich spüre ja wie die Mannschaft drauf ist, wie sie kämpfen und wie sie auch wirklich diese Chance nutzen wollen, dass diese schlechte Saison vergessen wird."

Präsident Dietrich ist von Nico Willig begeistert

Die Erwartungen an die Mannschaft ist klar: "Ich erwarte von den Spielern, dass sie wissen worum es geht. Jetzt haben sie das ganze Jahr über ihre Leistung nicht abrufen können. Es ist nicht die Frage der Mentalität, aber diese Chance müssen sie jetzt nutzen."

Die vier Wochen mit Willig als Interimstrainer haben den Verantwortlichen beim VfB Zuversicht gegeben. Dass der 38-Jährige möglicherweise zu unerfahren sei für Spiele bei denen es um alles geht verneint Dietrich. "Er ist ein außergewöhnlicher Mann. Außergewöhnlich nicht nur bei der Mannschaft, wie er mit der Mannschaft arbeitet, auch sein Verhalten um die Spieler rum, seine Kommentare, wie er sich auch an die Absprachen hält, die er mit Thomas [Hitzlsperger, Anm. d. Red.] getroffen hat ist toll."

Er werde seinen Weg gehen, da ist sich der VfB-Präsident sicher. "Die Mannschaft hört auf Ihn. Die Mannschaft folgt ihm und das ist genau das was zählt."

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