Michael Reschke (Foto: Imago, imago/DeFodi)

Bundesliga | VfB Stuttgart Kommentar: "Reschke sollte sich entschuldigen!"

"Ein bisschen Flunkern gehört dazu." Die Aussage von VfB-Sportvorstand Michael Reschke in Bezug auf die Entlassung von Tayfun Korkut schlägt hohe Wellen. Ein "Skandal", findet SWR-Fußballchef Thomas Wehrle.

Da gibt heute der VfB-Manager zu, dass er maximale Wahrheitsbeugung betrieben hat - und anschließend wundern sich Teile der VfB-Familie, dass die Öffentlichkeit nicht belogen werden will. Beides finde ich erschreckend - und das ist ehrlicherweise eher untertrieben.

Vorbildfunktion missachtet

Der VfB verkauft Kinder- und Jugendtrikots, schmückt sich gerne mit der Vorbildfunktion des Sports - und belügt gleichzeitig Fans, Mitglieder, Sympathisanten, Journalisten - kurz: die ganze
Fußballwelt. Michael Reschke als VfB-Sportchef belügt uns nicht nur, sondern gibt es auch noch zu. Achselzuckend, wie selbstverständlich - ohne jedes Bedauern. Das ist der eigentliche Skandal.

Ich belüge euch eben manchmal - basta!

Reschke ist definitiv nicht der einzige Bundesbürger, der schon mal geschwindelt hat und definitiv gehört der kreative Umgang mit der Wahrheit zum Fußballgeschäft dazu. Nicht nur in Stuttgart.
Aber - kein Bedauern, keine Entschuldigung. Ich belüge Euch eben manchmal - basta!

Reschke belügt Kunden, Geldgeber und Eltern

Der Mann belügt seine Kunden, seine Geldgeber, die Eltern seiner Nachwuchskicker. Ich finde, das geht nicht. Die Trainerentlassung kann ich nachvollziehen. Ich glaube auch, dass Michael Reschke viel von seinem Job versteht. Und ich verstehe auch, dass die VfB-Verantwortlichen nach der desaströsen ersten Hälfte in Hannover geschockt waren.

Aber warum kann ein Fußballmanager das nicht einfach zugeben? Lügen ist keine Lösung - das erzählen Eltern ihren Kindern. Auch, wenn sie VfB-Fans sind. Michael Reschke sollte sich bei Ihnen allen entschuldigen.

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