Weinzierl (Foto: Imago, imago/Team 2)

Bundesliga | VfB Stuttgart Weinzierl bezieht Stellung im Exklusiv-Interview

Offensiv geht nix, die Abwehr schläft und der VfB Stuttgart hat die Rote Laterne der Tabelle inne. Im SWR- Exklusiv-Interview stellt sich Trainer Markus Weinzierl am Tag nach dem 0:2 des VfB in Leverkusen den Fragen von Reporter Andreas Köstler.

Was haben sie Ihre Mannschaft heute gesagt, als sie mit ihr gesprochen haben?

Ich habe alles Positive gesagt, was ich gesehen habe und alles Negative, was ich gesehen habe. Das wir enttäuscht sind über die Niederlage ist klar. Dass wir fünfundsiebzig Minuten gut verteidigt haben gegen einen guten Gegner mit offensiver Qualität, aber einmal in einer Standardsituation nicht aufgepasst haben im Kollektiv und das darf uns natürlich nicht passieren.

Ist die Mannschaft da fit genug im Moment, um konstant neunzig Minuten durchzuhalten?

Es war gestern ein sehr intensives Spiel. Ich glaube Bayer Leverkusen ist 124 Kilometer gelaufen und wir 120 und es war mit das meiste in den letzten Monaten. Von daher war es sehr intensiv. Positiv war, dass wir eben die Laufleistung und die Anzahl der Sprints gemacht haben. Klar hat uns in der einen oder anderen Situation die Konzentration gefehlt.

Was heißt das jetzt für ihre Arbeit bis zum Augsburg-Spiel?

Wir wissen, dass wir Punkte brauchen. Das steht außer Frage und dass wir auch über neunzig Minuten konzentriert agieren müssen. Die Defensive wird die Basis sein, aber wir wissen, dass wir auch Tore erzielen müssen und dass wir uns offensiv steigern müssen. In den Abläufen, in den Torabschlüssen, in der Anzahl der Torabschlüsse. Daran werden wir arbeiten.

Ich hatte den Eindruck, dass zwischen den Reihen, vor allem in der Vorwärtsbewegung, zu viel Raum war. Täusche ich mich da?

Wir hatten zu einfache Ballverluste. Ich glaube, dass wir defensiv die Räume gut geschlossen haben, aber sobald wir im eigenem Ballbesitz waren, zum Beispiel vor dem 1:0, haben wir zwei Kontersituationen, wo wir zum Abschluss kommen müssen. Da verschenken wir die Bälle und dann kommt eins zum anderen.

Akolo hat zum Beispiel auch beim Sprint zum Ballgewinn zurückgezogen. Sind das auch so Dinge, die in so einem Moment nicht passieren dürfen? Beim Gegentor bis zur Ecke dann zum Beispiel?

Ja. Kleinigkeiten summieren sich und mehrere Kleinigkeiten ergeben Gegentore. Ich glaube, dass dann eins zum anderen kommt.

Mit welchen Emotionen gehen sie jetzt die Arbeit in Richtung Augsburg an?

Zunächst gilt es das Spiel zu verarbeiten bzw. zu verdauen. Niederlagen tun immer weh und dann haben wir jetzt wichtige Spiele vor Weihnachten. Wir kennen die Situation. Wir kennen die Tabelle. Wir wissen dass wir jetzt die Ausgangsposition festlegen für die Rückrunde und da ist Augsburg ein Spiel von fünf und wichtig.

Keine besonderen Emotionen bei Ihnen?

Eigentlich nicht, nein.

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