Christian Gentner (Foto: Imago, imago)

Fußball | Bundesliga Gentner: "Ein gutes Gefühl für die Relegationsspiele"

Der VfB Stuttgart hat mit einem 3:0 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg den direkten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga aus eigener Kraft verhindert und sichert sich die Relegation. Christian Gentner spricht im Interview über das Spiel gegen Schalke, die Relegation und Interimstrainer Nico Willig.

SWR Sport: Christian Gentner, herzlichen Glückwunsch zum ungefährdeten 3:0. Damit haben wohl die wenigsten heute gerechnet. Wie groß ist die Erleichterung, jetzt den Relegationsplatz gesichert zu haben?

Christian Gentner: Das ist enorm wichtig, diesen Schritt vor dem Gang nach Schalke sicher zu haben. Ich konnte mir vor dem Spieltag gut vorstellen, dass Hannover und Nürnberg bei ihren Gegnern noch sechs Punkte holen. Jetzt ist mir völlig egal, wie beide gespielt haben, weil wir es selbst gerichtet haben – das wollten wir. Es geht mir natürlich auch darum, ein gutes Gefühl für die Relegationsspiele zu bekommen. Jetzt haben wir sechs Punkte aus den letzten drei Spielen. Wir arbeiten mit dem neuen Trainerteam auf einem sehr, sehr guten Level – das darf ich hier betonen. Das stimmt mich natürlich optimistisch.

SWR Sport: Nico Willig ist heute an der Seitenlinie abgegangen – fast wie ein 12. Mann auf dem Feld. Was hat er euch in den letzten Tagen und Wochen mitgegeben?

Gentner: Das kann man so nicht erklären, das hätten sie in den letzten drei Wochen miterleben müssen. Das ist etwas, was die Mannschaft jetzt gebraucht hat. Wir sind froh und hoffen, dass der Schritt rechtzeitig passiert ist. Der Impuls, den man sich bei einem Trainerwechsel erhofft, der ist zu 100 Prozent da.

SWR Sport: Hat man jetzt die Einstellung und Aufstellung für die Relegation gefunden?

Gentner: Ich hoffe, dass die Einstellung schon lange da war. Aber die Aufstellung kann sich noch mehrmals ändern. Es ist auch ganz, ganz wichtig, dass diejenigen, die nicht von Anfang an spielen, auf einem hohen Level trainieren und bereit sind, wenn sie dann gebraucht werden. Wie Chadrac Akolo heute, der lange außen vor war, sich aber nie aufgegeben hat – und der heute voll da war. Genau das brauchen wir hier beim VfB.

STAND